Der elektrische Traum an ihrer Seite

A man's hand hesitates above a woman's thigh as she sleeps, illuminated by moonlight.

# Wachen Traum ## Kapitel 1: Das elektrische Schweigen Die Stille war absolut, durchbrochen nur vom sanften, regelmäßigen Atem Lena neben mir. Die Hitze der Juninacht klebte wie eine zweite Haut an mir, hatte mich aus einem Traum gerissen

Kapitel 1

Die Stille war absolut, durchbrochen nur vom sanften, regelmäßigen Atem Lena neben mir. Die Hitze der Juninacht klebte wie eine zweite Haut an mir, hatte mich aus einem Traum gerissen, der so intensiv war, dass mein Herz noch immer gegen meine Rippen hämmerte. Die Erinnerung war bereits verschwommen – eine Mischung aus erotischen Bildern, Berührungen und dem betörenden Geruch ihrer Haut. Aber das körperliche Echo war geblieben: eine pulsierende, fordernde Härte, die sich gegen die leichte Bettwäsche presste.

Ich lag auf dem Rücken und starrte an die dunkle Decke, versuchte, meinen Atem zu kontrollieren. *Nicht schon wieder*, dachte ich frustriert. Diese rasche, fast demütigende Erregbarkeit war mein ständiger Begleiter. Ein Blick, ein Lächeln, die Art, wie sie sich bewegte – und mein Körper reagierte, als hätte er einen eigenen, ungeduldigen Verstand. Gerade jetzt, in der schwülen Stille, fühlte es sich wie eine Blamage an.

Vorsichtig drehte ich den Kopf zur Seite.

Sie lag auf dem Bauch, das Gesicht zur Hälfte im Kissen vergraben. Das dünne, seidige Nachthemd – kaum mehr als ein slip-artiges Höschen und ein Träger-Top – war durch den leichten Schweiß auf ihrer Haut fast unsichtbar geworden. Es verschmolz mit den zarten Kurven ihres Rückens, den ich in dem matten Mondlicht, das durch die Jalousien sickerte, gerade noch erkennen konnte. Die Decke hatte sie fast komplett von sich gestoßen; nur ein Zipfel lag über ihren Knöcheln. Ihre langen, blonden Haare waren ein wirres, verlockendes Kissen um ihren Kopf, und das kleine Blumen-Tattoo auf ihrem Schulterblatt schien im Dunkeln zu atmen.

Ein Anblick, der mich den Atem stocken ließ. Diese Mischung aus kindlicher Unschuld im Schlaf und der unmissverständlichen, verführerischen Weiblichkeit ihrer bloßen Haut trieb mich in den Wahnsinn. Sie war ahnungslos. Friedlich. Und ich war hier, hart wie Stahl, gepeinigt von einem Traum und der greifbaren Realität ihrer Nähe.

Meine Dominanz, die ich tagsüber so mühelos zur Schau trug, fühlte sich hier, in der Dunkelheit, brüchig an. Sie war es, die mich, ohne es zu wissen, völlig unter Kontrolle hatte. Mit einer langsamen, fast zitternden Bewegung schob ich meine Hand unter die leichte Bettdecke. Die Hitze, die von ihrem Körper ausging, war wie ein Magnet. Meine Finger fanden die glatte, warme Haut ihrer Wade, strichen behutsam über ihre Wade nach oben, zur Kniekehle.

Sie regte sich nicht. Ihr Atem blieb tief und gleichmäßig.

Die Spannung in mir wuchs, zu einem fast schmerzhaften Pulsieren verdichtet. Jede Faser in mir schrie danach, sie aufzuwecken, sie zu nehmen, diese aufgestaute Energie in ihr zu entladen. Aber etwas anderes, ein tieferes, spielerisches Verlangen, hielt mich zurück. Ich wollte sehen, wie weit ich gehen konnte, bevor sie erwachte. Ich wollte diesen Moment des heimlichen Begehrens ausdehnen, bis er fast unerträglich wurde.

Meine Hand wanderte weiter, über den sanften Bogen ihres Oberschenkels. Die Seide ihres Höschens war ein flüchtiger Widerstand unter meinen Fingerspitzen, bevor ich die weiche, innere Fläche ihres Oberschenkels erreichte. Hier war die Haut am zartesten, am wärmsten. Mein Daumen strich einen langsamen, kreisenden Pfad, Millimeter von dem verborgenen Zentrum ihrer Wärme entfernt.

Ein leises, schläfriges Murmeln entfuhr ihr. Ihre Hüfte sank noch ein wenig tiefer in die Matratze, eine unbewusste, einladende Geste.

Das war das Zeichen. Das elektrische, erwartungsvolle Schweigen brach nicht, aber es füllte sich mit einer neuen, prickelnden Ladung. Sie war noch nicht wach, aber ihr Körper begann, auf meinen zu antworten. Meine anfängliche Frustration verwandelte sich in etwas Anderes: eine konzentrierte, dunkle Lust. Diese Schwäche, diese leichte Entzündbarkeit war kein Makel mehr. Sie war der Treibstoff. Und jetzt würde ich sehen, ob ich das schüchterne Feuer in ihr entfachen konnte, bis es genauso wild loderte wie meines.

Mein Atem wurde flacher. Die Welt schrumpfte auf diesen Punkt zusammen: die wachsende Feuchtigkeit, die ich durch den dünnen Seidenstoff spüren konnte, der Rhythmus ihres Atems, der sich kaum merklich beschleunigte, und das schlagende Verlangen in meinen Adern. Der Traum war vorbei. Die wirkliche Geschichte, die intensiver und leidenschaftlicher sein würde als jede Phantasie, stand in dieser stickigen Mitternachtsstunde gerade erst am Anfang.


Kapitel 2

Plötzlich wurde es laut. Ein schrilles, unerbittliches Bimmeln zerfetzte die elektrische Stille. Leo zuckte zusammen, seine Hand erstarrte auf Lena’s Haut. Ein Blick auf das aufleuchtende Display am Nachttisch bestätigte das Unvermeidliche.

„Verdammte Scheiße“, murmelte er heiser, verdrehte die Augen. „Schon wieder. Feuerwehr. Häuserbrand, drei Uhr morgens. Na vielen Dank auch.“

Das Bimmeln riss Lena aus ihrem halbwachen Dämmerzustand. Sie drehte sich auf die Seite, die blauen Augen verschwommen und fragend. „Leo?“

„Alarm, Schatz. Muss los.“ Er beugte sich hinunter, gab ihr einen flüchtigen, entschuldigenden Kuss in die wirren blonden Haare. Die Hitze und das Versprechen des Moments waren wie weggeblasen, ersetzt durch die kühle Pflicht. „Geh wieder schlafen.“

Ehe sie mehr als ein schläfriges Murmeln erwidern konnte, war er aus dem Bett, zog sich mit routinierten, hastigen Bewegungen seine Uniform über. Die Tür fiel leise, aber endgültig ins Schloss. Zurück blieb nur der Duft seiner Haut auf den Laken und die Stille, die nun leer und unvollendet wirkte.

Die Sonne stand schon tief, als Leo die Haustür aufschloss. Müde, stinkend nach Rauch, Schweiß und verbrannten Materialien, mit Rußstreifen auf den Wangen und einer Verspannung im Nacken, die bis in die Zehenspitzen reichte, trat er in die Wohnung.

„Leo? Bist du das?“

Lenas Stimme klang hell und wach vom Flur. Dann erschien sie im Türrahmen zum Wohnzimmer, und seine Müdigkeit schien für einen Augenblick zu weichen. Sie trug ein kurzes, lavendelfarbenes Sommerkleid aus leichter Baumwolle, das ihre Figur umspielte und die Beine freiließ. Ihr Haar war zu einem lockeren Dutt gebunden, und sie lächelte, ein wenig scheu, aber mit einem entschlossenen Glanz in den Augen.

„Willkommen zurück, Held“, sagte sie leise.

Er lehnte sich gegen die Wand und seufzte tief. „Held fühlt sich gerade nicht so an. Eher wie ein ausgedrückter Lappen.“

„Dann komm“, forderte sie ihn auf, trat näher und nahm seine rußige Hand. Ihre Berührung war kühl und sauber. „Ich hab für dich gesorgt.“

Sie führte ihn ins Badezimmer. Die Luft war warm und erfüllt vom beruhigenden Duft von Lavendel. Die Badewanne war bis zum Rand mit dampfendem Wasser gefüllt, auf dessen Oberfläche frische Lavendelblüten und ein paar Tropfen ätherisches Öl schwammen. Auf einem kleinen Tablett daneben standen mundgerechte Häppchen: geschnittene Melone, Käsewürfel, knuspriges Baguette.

Leo starrte auf die Szene, sprachlos. „Das alles… für mich?“

„Nur für dich“, bestätigte sie und schob ihn sanft zur Wanne. „Jetzt raus aus den Klamotten und rein. Du riechst nach einem ganzen Waldbrand.“

Ein müdes Grinsen huschte über sein Gesicht. „Befehlshaberin heute?“

Sie zuckte mit den Schultern, ein leichtes Rot stieg in ihre Wangen. „Jemand muss dich ja im Zaum halten. Vor allem, wenn du so… angespannt zurückkommst.“

Während er sich, mit einigen Stöhnen, aus der verschmutzten Kleidung wickelte, bemerkte er, wie ihr Blick ihm folgte – nicht fordernd, sondern fürsorglich. Er sank in das heiße Wasser, und ein Stöhnen der puren Erleichterung entwich ihm, als die Wärme seine müden Muskeln umfing.

Lena setzte sich auf den Wannenrand, nahm einen Schwamm und begann, sanft den Ruß von seinen Armen zu waschen. „Schlimm gewesen?“, fragte sie, während sie arbeitete.

„Ja. Aber alle sind rausgekommen. Das ist die Hauptsache.“ Er schloss die Augen, genoss die sanften Berührungen. „Und du? Hast du wieder schlafen können?“

Ihre Hand zögerte einen Moment. „Irgendwann. Es war… seltsam. Plötzlich so allein.“

Er öffnete die Augen und sah sie an. Ihre Konzentration galt dem Schwamm, der über seinen Unterarm glitt. „Ich weiß. Tut mir leid, dass ich… dass es so abrupt war.“

„Mach dir keinen Kopf.“ Sie ließ den Schwamm sinken und reichte ihm stattdessen einen Melonewürfel. „Hier. Iss was.“

Er nahm den Bissen, ließ sich von der Süße und Kühle überraschen. Die Stille zwischen ihnen war nun eine andere als in der Nacht: gesättigt von Fürsorge und einer stillen, wiederkehrenden Vertrautheit. Das ungestillte Verlangen von früher glomm noch immer irgendwo unter der Oberfläche, aber es war eingebettet in etwas Weicheres, Dauerhafteres.

„Du siehst hübsch aus in dem Kleid“, bemerkte er mit vollem Mund.

Sie zupfte an einem der Träger. „Danke. Dachte, es wäre… angebracht. Für den Empfangskomitee-Chef.“

„Beste Chefin, die ich je hatte.“ Er lehnte den Kopf zurück, beobachtete sie durch halb geschlossene Lider. Die Anspannung wich langsam aus seinem Körper, ersetzt durch eine tiefe, wohlige Erschöpfung und das behagliche Gefühl, genau dort zu sein, wo er hingehörte. Die Geschichte der Nacht war unterbrochen worden, aber eine neue, langsamere und zärtlichere Seite begann gerade, sich aufzuschlagen.


Kapitel 3

Die Wärme des Bades und Lenas fürsorgliche Hände hatten eine tiefe, wollüstige Trägheit in seinen Gliedern hinterlassen. Als sie gemeinsam auf dem Sofa lagen, sein Kopf in ihrem Schoß, kehrte die Stille der vergangenen Nacht zurück – doch diesmal war sie bewusst, geladen mit einer unausgesprochenen Frage.

Seine Gedanken wanderten unweigerlich zurück. Der Traum: eine verschwommene, heiße Collage aus ihr, unter ihm, ihr Stöhnen mit dem seinigen vermischt. Und dann das Erwachen, die drückende Hitze, ihr schlafender Körper… seine Hand, die sich unter der leichten Decke vorgewagt hatte. Die atemberaubende Weichheit der Haut an ihrer inneren Oberschenkel. Das elektrische Prickeln, als ihr Körper, noch im Schlaf, auf seine Berührung reagierte.

„Penny for your thoughts?“, flüsterte Lena oben, ihre Finger spielten sanft mit seinen braunen Haaren.

Leo öffnete die Augen, blickte zu ihr hoch. Das Lavendelkleid bildete einen weichen Baldachin über ihm. „Ich denke an heute Nacht“, gestand er mit rauer Stimme. „An den Moment, bevor der Alarm losging.“

Ihre Finger erstarrten für einen Sekundenbruchteil. „Ach ja?“

„Ja.“ Langsam, ohne Eile, setzte er sich auf. Sein Blick hing an ihr, intensiv und voller Absicht. „Ich dachte, ich hätte nur geträumt, wie sich das anfühlt. Diese Stelle hier.“

Während er sprach, legte er seine Hand auf ihren nackten Unterschenkel. Seine Berührung war fest, besitzergreifend, doch die Bewegung, die folgte, war von quälender Langsamkeit. Seine Handfläche glitt den Stoff ihres Kleides hinauf, über ihr Knie, weiter den Oberschenkel empor. Der leichte Baumwollstoff raschelte leise.

Lena atmete scharf ein, sagte aber nichts. Ihre blauen Augen waren weit geöffnet, auf ihn gerichtet, eine Mischung aus Erwartung und jener scheuen Neugier, die ihn so wahnsinnig machte.

„Darf ich?“, fragte er, seine Finger schon an dem Saum ihres Höschens angekommen, genau dort, wo der Saum des Kleides endete.

Sie nickte, kaum wahrnehmbar. Ein kleines, zustimmendes Nicken, das eine Flut von Erleichterung und Begierde in ihm auslöste.

Vorsichtig, genau wie in der dunklen Stille zuvor, schob er seine Hand unter den Stoff. Die Hitze hier war noch intensiver, bewusster. Seine Fingerspitzen fanden die gleiche, unglaublich zarte Stelle an ihrer inneren Oberschenkelseite. Die Haut war wie Seide, leicht feucht vom Schwitzen des Tages oder von etwas anderem. Er begann mit den gleichen langsamen, kreisenden Bewegungen, mit dem gleichen leichten Druck seines Daumens.

Ein leises Zittern lief durch sie hindurch. „Leo…“, hauchte sie.

„Genau so“, murmelte er, sein Gesicht war jetzt nur noch Zentimeter von ihrem entfernt. Seine andere Hand griff nach ihrer Hüfte, hielt sie sanft, aber bestimmt fest. „Genau so war es. Du hast im Schlaf so reagiert. Dein Körper hat sich mir hingegeben, ganz von allein.“

„Ich… ich habe es gespürt“, gestand sie, ihre Stimme war ein bebendes Flüstern. „Ich dachte, ich träume. Es war so… intensiv. Und dann warst du weg.“

„Jetzt bin ich hier“, sagte er, und sein Daumen drückte etwas fester, zog einen winzigen, konzentrierten Kreis, der nun direkt an der Naht ihres Höschens entlangstrich. „Und jetzt bist du wach.“

Ihr Atem ging jetzt in kurzen, unregelmäßigen Stößen. Sie lehnte sich zurück gegen die Sofalehne, ihre Augen schlossen sich halb. „Ja.“

„Sag mir, was du spürst.“

„Deine Hand… sie ist so warm. Und hart.“ Ihre Zunge befeuchtete ihre Lippen. „Du streichelst mich genau… genau dort. Es fühlt sich an, als würdest du direkt auf meiner Haut zeichnen. Es… es juckt. Aber auf eine gute Art.“

Ein triumphierendes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Sein eigener Körper reagierte vehement auf ihre Worte, auf das offene Geständnis ihrer Erregung. Er erhöhte den Druck leicht, bewegte seinen Daumen nun in einem länglichen, auf- und abwärts gerichteten Muster, das unweigerlich näher an ihren Kern heranführte. Der dünne Stoff ihres Slips war jetzt deutlich feucht, ein heißes, versprechendes Siegel gegen seine Haut.

„Und wenn ich so mache?“, fragte er und drückte mit der Fingerspitze direkt auf den geschwollenen, weichen Wulst, den er durch den Stoff spüren konnte.

Ein ersticktes Stöhnen brach aus ihr hervor. Ihre Hände griffen nach seinen Unterarmen, ihre Nägel gruben sich leicht in seine Haut. „Dann… dann wird es fast zu viel. Aber hör nicht auf. Bitte, hör nicht auf.“

Er würde nicht aufhören. Der Traum war das Vorspiel gewesen. Dies hier war die wache, bewusste Erfüllung. Und sie hatte gerade erst angefangen, die Sprache ihrer eigenen Lust zu lernen. Er beugte sich vor und nahm ihren Mund in einem tiefen, beherrschenden Kuss, während seine Hand unter ihrem Kleid die stumme, aufreizende Unterhaltung fortsetzte.