Sein Griff im Dunkeln Ihre Wange
# Splatterkino Das einzige Licht im dunklen Wohnzimmer stammte vom flackernden Fernseher. Das kühle, bläuliche Leuchten spiegelte sich in Lenas weit aufgerissenen Augen und warf gespenstische Schatten auf Lukas grimmiges Profil. Der Dolby-
Kapitel 1
Das einzige Licht im dunklen Wohnzimmer stammte vom flackernden Fernseher. Das kühle, bläuliche Leuchten spiegelte sich in Lenas weit aufgerissenen Augen und warf gespenstische Schatten auf Lukas grimmiges Profil. Der Dolby-Surround-Sound dröhnte von den Wänden, ein grausames Crescendo aus schrillen Schreien und dem nass-schmatzenden Geräusch einer Axt, die in Fleisch fuhr. Auf dem Bildschirm zuckte eine junge, blutüberströmte Frau, ihre Fesseln scheuerten an rostigem Metall.
Lukas saß regungslos im Sessel, die Beine breit gespreizt. Sein Blick war nicht auf den Film, sondern auf Lena gerichtet, die knietief neben ihm auf dem Teppich hockte. Ihre schwarzen Lackleggings glänzten wie nasse Haut im TV-Schein, ein scharfer Kontrast zur zerknitterten weißen Bluse. Sie wusste, was er erwartete. Sie sah es in der Anspannung seines Unterkiefers, in der Art, wie seine große Hand sich langsam auf seiner Jeans abstützte, direkt vor ihrem Gesicht.
„Schau hin“, befahl er, seine Stimme ein tiefes Grollen, das den Filmlärm übertönte. Es war keine Bitte.
Lena gehorchte, wandte den Kopf zum Fernseher, während ihre Hände zitternd an seinem Gürtel arbeiteten. Ein neuer Schrei durchschnitt die Luft, gefolgt von einem grotesken Knacken. Ein Schauder lief über Lenas Rücken. Gleichzeitig spürte sie, wie sich etwas in ihr anspannte, etwas Warmes und Feuchtes, das nichts mit Abscheu zu tun hatte.
Sie befreite ihn, und seine Größe, seine Härte ließen sie kurz den Atem anhalten. Sie umschloss ihn nicht sofort mit dem Mund. Stattdessen rieb sie ihre Wange, kühl und weich, an seiner glühenden Länge, ein unterwürfiges, bittendes Spiel. Ihr blonder Pony fiel ihr dabei in die Stirn.
Lukas stieß eine kurze, raue Geräusche aus. Er fasste mit einer Hand in ihr Haar, nicht zärtlich, sondern mit einem festen, kontrollierenden Griff. „Jetzt nicht schüchtern sein“, zischte er. „Der armen Sau da geht es viel schlechter.“
Der Hinweis auf das Leid auf dem Bildschirm, kombiniert mit seinem brutalen Griff, entfachte ein wildes Feuer in ihrem Bauch. Gehorsam öffnete sie die Lippen und nahm ihn auf, langsam und vorsichtig. Der Geschmack von ihm, salzig und männlich, vermischte sich mit der Gewalt des Films zu einem berauschenden Cocktail. Ihre Augen blieben auf die Folter auf dem Bildschirm gerichtet, während ihre Zunge ihn erkundete, während ihre Handarbeit ihren Mund unterstützte.
Er beobachtete sie, wie sein eigenes privates Schauspiel mit dem auf dem Bildschirm verschmolz. Jeder Stöhner, jede grausame Wendung im Film trieb ihn tiefer in ihre Kehle. Seine andere Hand landete auf ihrer Schulter, die Finger krallten sich in den Stoff ihrer Bluse. „Mehr“, knurrte er, und sein Hüften begannen, sich in einem langsamen, dominierenden Rhythmus zu heben, der ihre Kontrolle übernahm. Ihre Welt schrumpfte auf das Glühen des Bildschirms, das Dröhnen der Geräusche, den würgenden Druck in ihrem Mund und die alles beherrschende Gewissheit, dass er sie benutzte, genau wie der Killer auf der Leinwand sein Opfer benutzte – und dass sie jeden verdammten Sekunde davon liebte.
Kapitel 2
Der Rhythmus seiner Hüften wurde fordernder, tiefer. Jeder Stoß schob seinen Schwanz weiter in Lenas enge Kehle, bis ihre Augen tränten und sich mit dem grausamen Bild auf dem Bildschirm vermischten. Dort war die junge Frau jetzt an einen rostigen Stuhl gefesselt. Ihr weißes, blutbespritztes Nachthemd war bis zur Taille aufgerissen. Der Folterknecht, ein Mann in einer schmutzigen Latzhose, stand hinter ihr, eine glänzende Metallsäge in der Hand. Sanft, fast liebevoll, setzte er die Zacken an ihren nackten Oberarm an. Dann begann er zu sägen. Das Geräusch war ein schreckliches, knirschendes Kreischen, das den Raum füllte und mit Lukas tiefem Stöhnen verschmolz. Das Mädchen auf der Leinwand warf den Kopf zurück, ihr Mund zu einer stummen, unendlichen Schrei-Silbe verzerrt.
Dieses Bild, die nackte Hilflosigkeit, die aufgedeckte, zitternde Haut unter der kalten Klinge, trieb eine Welle der Erregung durch Lukas, die ihn noch härter werden ließ. „Siehst du das?“ keuchte er, seine Finger verkrampften sich noch tiefer in ihrem Haar und drückten ihren Kopf nach unten, hielten sie in einer Position fest, aus der sie nicht entkommen konnte. „Siehst du, wie er sie aufschneidet?“
Lena sah es. Sie sah das weiße Knochenstück, das unter der Säge auftauchte, den schreienden Mund, die wild rollenden Augen. Und während der Ekel sie hochkriechen wollte, zündete die absolute Unterwerfung auf dem Bildschirm ein noch dunkleres Feuer in ihr. Ihre eigene Hilflosigkeit war ihr Geschenk an ihn. Sie entspannte ihren Kiefer, ließ zu, dass er ihr ganzes Tempo diktierte. Ein glänzender Speichelfaden lief von ihren Lippen auf seinen Schaft, jedes Mal wenn er sich zurückzog, nur um dann wieder brutal einzudringen.
Auf dem Fernseher wechselte die Perspektive zu einem Close-up des Arms. Blut, dick und dunkelrot, pulsierte aus der klaffenden Wunde und rann über die blasse Haut des Mädchens, tropfte auf den schmutzigen Betonboden. Der Mann in der Latzhose lächelte, ein fleischiger, befriedigter Ausdruck. Lukas stöhnte laut auf, ein raues, tierisches Geräusch. „Ja, genau so“, zischte er, mehr zum Film als zu Lena. Seine Hüften begannen zu zucken, ein wildes, unkontrollierbares Vor- und Zurück, das sie würgend gegen ihn drückte. Die Gewalt dort und die Gewalt hier waren zu einem einzigen, berauschenden Akt verschmolzen – und sie war sein perfektes, lebendiges Werkzeug.
Kapitel 3
Sein Atem ging schwer, während er sich in ihrem Mund entlud, ein raues, triumphierendes Stöhnen, das mit dem finalen, verzerrten Schrei des Opfers auf der Leinwand verschmolz. Lena blieb reglos, spürte die Wärme in ihrer Kehle, schluckte gehorsam, während ihre eigenen inneren Muskeln vor ungestillter Erregung zitterten. Auf dem Fernseher rollten die Credits über das blutgetränkte Set.
Lukas ließ seine Hand aus ihrem Haar gleiten, streichelte fast nachsichtig ihren Nacken, bevor er sich zurückzog. Er zog sich an, sein Blick hing auf dem dunklen Bildschirm, als würde er ein verlorenes Bild suchen. Die Stille, die nun folgte, war fast lauter als der Lärm zuvor.
„Weißt du“, sagte er schließlich, seine Stimme war rau, aber nachdenklich. Er zog Lena hoch, ließ sie neben sich auf die Armlehne des Sessels sinken. Ihre weiße Bluse war zerknittert, ein dunkler Fleck zeichnete sich auf dem Stoff ihrer schwarzen Leggings ab. „Das hatte was.“
Lena lehnte sich an seine Schulter, schweigend. Ihre Hand legte sich auf seinen Oberschenkel.
„Dieser Realismus“, fuhr er fort, seine Finger strichen über ihren Arm, bis hinunter zu ihrem Handgelenk. Er umschloss es, nicht fest, aber besitzergreifend. „Die Angst in den Augen. Die… Echtheit der Verletzung.“ Sein Daumen fuhr über ihren Puls, der noch immer schnell klopfte. „Stell dir das vor. Nicht dieses glatte, gestylte Studiozeug. Etwas Rohes. Etwas, das sich *echt* anfühlt.“
Ein Schauer, der nichts mit Kälte zu tun hatte, lief Lena den Rücken hinunter. Sie sah ihn an, suchte in seinem Profil nach einem Anflug von Scherz. Sie fand nur konzentrierte Intensität.
„Du bist perfekt dafür“, murmelte er, drehte seinen Kopf und sein Blick bohrte sich in sie. „Diese Mischung aus Unschuld und… dieser verdammten, stillen Gier. Die Kamera würde dich lieben.“ Seine Hand wanderte zu ihrem Kinn, hob es sanft an. „Wir müssten natürlich vorsichtig sein. Nur Effekte. Das beste Kunstblut. Aber die Reaktionen… die müssten echt sein. Deine Angst. Dein Schmerz. Dein Erschaudern.“
In Lenas Bauch wand sich ein wilder, gefährlicher Kokon aus Abscheu und elektrisierender Erregung. Die Vorstellung, sein Objekt nicht nur in diesem Wohnzimmer, sondern vor einer Linse zu sein, ausgeliefert einem inszenierten, aber von ihm kontrollierten Grauen… Ihre Kehle war noch immer wund von ihm, und dennoch fühlte sie sich zwischen ihren Beinen feucht an.
„Würdest du das tun?“, fragte er, und es war keine Frage, es war die Offerte eines dunklen Pakts. „Für mich?“
Ihre Antwort war nur ein flaches, keuchendes Ausatmen. Aber ihre Augen, weit und dunkel im flackernden Schein des Standby-Lichts, sagten alles. Sie nickte, kaum merklich. Ein winziger, unterwürfiger Ausschlag ihres Kinns in seiner Hand.
Ein langsames, zufriedenes Lächeln breitete sich auf Lukas Gesicht aus. Er beugte sich vor und küsste sie, nicht zärtlich, sondern mit der schmeckbaren Vorfreude auf ein neues, perverses Projekt. „Gut“, hauchte er gegen ihre Lippen. „Dann lass uns mal über Requisiten reden.“
Kapitel 4
Das Läuten der Türklingel schnitt durch die drückende Stille nach dem Film wie ein Messerschnitt. Lena zuckte zusammen, ihr Blick schoss zu Lukas, der ein langsames, wissendes Lächeln auflegte. „Ah, rechtzeitig“, murmelte er und stand auf, ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen.
Er kam mit Chris zurück, einem Mann, der die Türrahmen auszufüllen schien. Breite Schultern unter einem schwarzen Tanktop, muskulöse Arme, die mit groben Tätowierungen bedeckt waren. Sein Blick war kalt, abwägend, als er Lena musterte, die immer noch klein auf der Armlehne hockte. Es war der Blick eines Handwerkers, der ein Stück Holz begutachtet.
„Sie ist perfekt, Lukas“, sagte Chris mit einer Stimme, die nach Zigaretten und Beton klang. Er ließ eine schwere Sporttasche auf den Teppich fallen, die mit einem dumpfen *Klack* aufschlug.
„Ich weiß“, antwortete Lukas und klopfte ihm auf die Schulter. „Lena, das ist Chris. Er wird uns bei den… praktischen Vorbereitungen helfen.“ Er wandte sich an Chris. „Sie hat gerade zugestimmt. Für das Projekt.“
Chris nickte knapp, seine Augen blieben auf Lena geheftet. „Dann lass uns anfangen. Je realistischer die Vorbereitung, desto authentischer das Ergebnis.“
Von diesem Moment an existierte Lena für sie nur noch als Objekt, als das zentrale Requisit ihres perversen Films. Lukas holte eine Kamera und ein Statut, während Chris mit methodischer Ruhe die Tasche öffnete. Lena beobachtete, wie er Gegenstände auspackte, die ihr das Blut in den Adern gefrieren ließen: breite, robuste Kabelbinder. Ein paar Rollen starkes Klebeband. Ein Paket mit sterilen, in Plastik verpackten Einmalskalpellen. Ein kleiner Hammer. Und mehrere Flaschen mit einer dickflüssigen, karamellfarbenen Flüssigkeit – Kunstblut, wie Lukas erklärte, aber von professioneller Qualität.
„Zuerst der Ort“, bestimmte Lukas und führte sie in sein Schlafzimmer, das kahl und klinisch wirkte. Chris schob den schweren Kleiderschrank beiseite, enthüllte einen freien Raum an der Wand, perfekt für die „Szene“. Er befestigte zwei massive Metallhaken an der Wand, in Augenhöhe.
„Komm her“, sagte Lukas zu Lena, sein Ton ließ keinen Raum für Diskussion. Zitternd trat sie vor die Haken. Chris nahm ihre Handgelenke, seine Griffe waren hart und unpersönlich. Er führte ihre Hände zu den Haken, zog die Kabelbinder durch und schnürte sie mit einem präzisen, knirschenden Geräusch fest. Das Plastik schnitt sofort schmerzhaft in ihre Haut. Ein leiser Schrei entfuhr ihr.
„Gut“, murmelte Chris und trat einen Schritt zurück, um die Wirkung zu begutachten. „Die Arme sind gut ausgestellt. Die Brust ist exponiert. Ideal für die Schnitte.“
Lukas richtete die Kamera auf sie, sein Auge am Sucher. „Siehst du, Lena? Schon jetzt… diese Hilflosigkeit. Das ist echt.“ Er zoomte auf ihr Gesicht, auf die weit aufgerissenen Augen, die feuchten Wangen. „Chris, zeig ihr das Messer.“
Chris trat wieder vor, hielt eine der Skalpelle vor ihr Gesicht. Die Klinge blitzte im Deckenlicht. „Wir fangen hier an“, sagte er sachlich und fuhr mit der stumpfen Seite über ihre zarte Haut, knapp unterhalb des Schlüsselbeins. „Ein flacher Schnitt. Tief genug, um zu bluten, aber nicht für die Arterie. Du wirst es spüren.“
Lenas Atem ging keuchend. Die Kälte des Metalls, die Enge der Fesseln, die beiden Männer, die sie wie einen Gegenstand einrichteten – es trieb eine Welle panischer Erregung durch sie, die so intensiv war, dass ihr schwindlig wurde. Sie war gefangen. Und sie wusste, dass sie sich, als sie zustimmte, genau für diesen Moment entschieden hatte.
Kapitel 5
Chris’ Daumen ruhte noch immer auf der glänzenden Klinge, die er Lenas Haut andrückte. Seine kalten Augen suchten ihre. Das sachliche Interesse war einem fahlen, analytischen Blick gewichen.
„Das hier“, sagte er ruhig, während seine andere Hand zu ihrem Kinn fuhr und ihren Kopf zur Seite drehte, sodass sie Lukas und der Kamera ins Gesicht sehen konnte, „ist keine Übung, Lena. Lukas will den ultimativen Film. Einen, den niemand vergisst. Und das geht nur mit dem ultimativen Finale.“
Seine Worte fielen wie Eisstücke in den stillen Raum. Lukas bewegte sich nicht, das Auge hinter dem Sucher ein schwarzes, unergründliches Loch.
„Kunstblut ist für Amateure“, fuhr Chris fort. Seine Stimme war ein leises, eindringliches Murmeln direkt an ihrem Ohr. „Es trocknet falsch. Es fließt falsch. Die Reaktionen darauf… sind gespielt.“ Seine Finger strichen über ihre zitternde Kehle. „Aber wenn du weißt, dass es dein eigenes ist. Dass dieser Schnitt hier“ – die Kalt spitzte sich gegen ihre Halsschlagader – „dich auslaufen lässt, Tropfen für Tropfen, bis alles dunkel wird… dann ist die Angst echt. Dann ist das Erschaudern echt. Dann ist der Schrei, bevor ich überhaupt anfange, der reinste, unverfälschteste Sound, den man aufnehmen kann.“
Lenas Atem stockte. Ein hohes, pfeifendes Geräusch entwich ihrer Brust. Ihr Blick flog zu Lukas, suchte nach einem Funken von Widerruf, von einem schrecklichen Scherz. Er senkte die Kamera langsam. Sein Gesicht war ernst, fast andächtig.
„Chris ist der Beste in seinem Feld“, sagte Lukas, seine Stimme war bedeckt vor Ehrfurcht. „Er weiß, wie man es lange zieht. Wie man den Schmerz orchestriert. Es wäre eine Kunstform. *Deine* Kunstform. Der ultimative Ausdruck deiner Hingabe.“
Chris nickte, als bestätige er eine einfache Tatsache. „Du würdest unsterblich werden. In unserer kleinen Sammlung. Das Meisterstück.“ Seine Hand glitt von ihrer Kehle hinab, über den Ausschnitt der weißen Bluse, bis zu ihrem flach atmenden Bauch. „Und ich verspreche dir eines: bis zum allerletzten Moment wirst du dich geliebt fühlen. Von uns. Von der Kamera. Du wirst im Mittelpunkt von allem stehen, was zählt.“
Die Enge der Fesseln, die kalte Berührung des Metalls, die apokalyptische Logik ihrer Worte – es war ein Sog aus absoluter Vernichtung, der sie mit einer Kraft anzog, gegen die ihr früheres Verlangen wie ein Kinderreim wirkte. Ein dunkles, endgültiges Ja brodelte in ihrer erstarrten Brust. Ihre Lippen bewegten sich, formten ein lautloses, schreckliches Wort.
Lukas sah es. Ein Zucken lief über sein Gesicht, eine Mischung aus Triumph und fast religiöser Inbrunst. Er hob die Kamera wieder an. Das leise Surren des Zooms war das einzige Geräusch in der Welt.