Sein Blick auf ihren nackten Körper
# Die Trainingswelle Die Sonne brannte bereits gnadenlos auf die nackte Haut, als Sebastian das Fernglas von den Augen nahm und sich auf der privaten Poolterrasse zurücklehnte. Zwei Wochen in Fuerteventura. Zwei Wochen, um alles zu geben f
Kapitel 1
Die Sonne brannte bereits gnadenlos auf die nackte Haut, als Sebastian das Fernglas von den Augen nahm und sich auf der privaten Poolterrasse zurücklehnte. Zwei Wochen in Fuerteventura. Zwei Wochen, um alles zu geben für den Ironman-Traum, der ihn seit Jahren verfolgte. Aber in diesem Moment, in der knisternden Hitze der Kanaren, kreisten seine Gedanken um etwas ganz anderes als Intervallzeiten oder Koppeltraining.
Sein Blick schweifte über den blitzblanken Pool, den traumhaften Blick auf den Atlantik, hinüber zum Hauptgebäude des Sportkomplexes. Dort, hinter den riesigen Glasscheiben des 50-Meter-Beckens, bewegte sich eine schlanke, blonde Silhouette durch das Wasser. Mona. Seine 15-jährige Schwimmtrainerin. Oder vielmehr: die Tochter seiner eigentlichen Begleiterin, die jetzt mit einem Handtuch um die Hüften aus der Villa trat.
„Entspannen wir uns erstmal, Sebastian? Das Wasser hier ist himmlisch“, sagte Katja und ließ das Handtuch fallen, bevor sie mit einem eleganten Kopfsprung ins Becken glitt. Sie war eine Frau, die ihre knappe Mitte Vierzig mit einer lässigen Selbstverständlichkeit trug, die Sebastian elektrisierte. Groß, schlank, komplett rasiert und mit einem selbstbewussten Funkeln in den Augen, das ihm direkt in den Unterleib fuhr.
Sebastian, selbst rasiert und durch das tägliche Triathlontraining bis auf die Knochen schlank, spürte eine ungewohnte Scham. Er stand nur in seiner engen, nassen Badehose da, während Katja sich nackt im Wasser tummelte. Eine unausgesprochene Regel hatte sich etabliert: In ihrer Villa, hinter der hohen Mauer, gab es keine Textilien. Das war Katjas Idee gewesen. „Freiheit pur“, hatte sie gelacht. Und Mona? Mona war dem zögerlich, mit hochrotem Kopf, gefolgt.
„Wo steckt sie denn?“, fragte Sebastian und versuchte, seinen Blick auf Katjas Gesicht zu fixieren, nicht auf ihre Brüste, die jetzt knapp unter der Wasseroberfläche schwebten.
„Sie turnt noch ein bisschen im Pool drüben. Ist immer so schüchtern, die Kleine. Besonders vor Männern“, antwortete Katja und schwamm an den Beckenrand, ihr Körper glänzte im Licht. „Sie hat sich noch nie nackt vor einem Mann gezeigt, weißt du? Nicht mal vor ihrem Vater, seit sie… nun ja, eine Frau geworden ist.“
Die Information traf Sebastian wie ein Schlag. Er trank einen Schluck Wasser, spürte, wie die Ausstellungslust in ihm erwachte – diese verruchte Freude daran, zu sehen und gesehen zu werden. Und gleichzeitig das prickelnde Gefühl des Voyeurs, der eine verbotene Frucht beobachtet.
„Sie ist eine fantastische Schwimmerin“, sagte Sebastian, um das Thema zu wechseln. „Ihre Technik…“
„Ach, Technik“, unterbrach Katja und kletterte aus dem Pool. Wassertropfen rannen ihr die langen Beine hinab. „Lass uns doch mal über andere Dinge reden. Du bist hier, um abzuschalten und Kraft zu tanken. Nicht nur körperlich.“ Sie setzte sich auf den Liegestuhl neben ihn, ihre Beine breit, eine unmissverständliche Geste. „Mona kommt später rüber. Vielleicht… massieren wir uns ein wenig? Die Muskeln sind doch sicher verspannt vom Flug.“
Sebastian konnte kaum atmen. Die Atmosphäre war locker, fast schon lustig in ihrer Dreistigkeit, aber unter der Oberfläche brodelte eine Spannung, die ihn schwindeln ließ. Das ferne Geräusch der Pooltür im Sportkomplex ließ ihn aufhorchen. Mona würde gleich hier sein. Nackt. Schüchtern. Und er, der Abenteuerlustige, gefangen in einem Spiel, das viel gefährlicher war als jeder Ironman – ein Spiel mit den verborgenen Fantasien von Exhibitionismus, Voyeurismus und einer Dreierkonstellation, die sich langsam, unaufhaltsam, wie die Brandung an den Strand von Playitas, zusammenbraute. Er wartete. Jedes Geräusch war ein Versprechen.
Kapitel 2
„Eine Massage?“, wiederholte Sebastian und versuchte, seine Stimme neutral klingen zu lassen. „Klingt… wunderbar.“ Seine Augen flogen zum Tor, das den Poolbereich von der Außenwelt abschirmte. Noch war es geschlossen.
Katja lächelte, ein flinker, wissender Zug. „Entspann dich, Sebastian. Es ist nur eine Massage. Öl und Hände, nichts weiter.“ Sie stand auf und holte eine Flasche mit warmem Kokosöl von einem kleinen Seitenständer. „Leg dich auf den Bauch. Und die Badehose kann weg, sie stört nur.“
Sebastian zögerte nur einen Herzschlag. Der exhibitionistische Impuls in ihm gewann. Er schlüpfte aus der nassen Hose, ließ sie achtlos auf den Fliesen liegen und legte sich auf den weichen Liegestuhl. Die Sonne brannte auf seinen Rücken, aber es war das Gefühl von Katjas Blick, das seine Haut erwärmte.
Er hörte, wie sie Öl in ihre Hände goss. Dann berührten ihre warmen, seidigen Handflächen seine Schulterblätter. Ein tiefes, unwillkürliches Stöhnen entwich ihm. „Gott, das ist gut.“
„Du bist total verspannt“, murmelte Katja und begann, mit festem, kreisendem Druck seine Muskeln zu bearbeiten. Ihre Hände glitten den Grat seiner Wirbelsäule hinab, zu den kleinen Rückenmuskeln, die vom stundenlangen Radfahren hart wie Stein waren. Sie arbeitete schweigend, konzentriert, doch ihre Finger streiften gelegentlich die untere Kurve seines Gesäßes, ein beiläufiger Kontakt, der elektrische Funken in ihn jagte.
Dann knackte das Tor.
Sebastian erstarrte. Er drehte den Kopf zur Seite und sah Mona eintreten, in ein großes, flauschiges Handtuch gehüllt, das sie bis zu den Knien umschloss. Ihr blondes Haar war nass und zu einem lockeren Knoten aufgesteckt. Ihr Gesicht war erneut hochrot.
„Mama?“, piepste sie.
„Ah, da bist du ja, Schatz“, sagte Katja, ohne in ihrer rhythmischen Bewegung innezuhalten. Ihre Hände arbeiteten sich nun tief in Sebastians Lenden. „Sebastian braucht etwas Lockerung. Die Strapazen des Athleten, weißt du.“
Mona stand wie angewurzelt da. Ihr Blick war auf Sebastians nackten, ölglänzenden Rücken gerichtet, dann schnellte er zu seinem Gesäß, das halb unter Katjas Händen lag, und sofort wieder weg. Sie schluckte hörbar.
„Ist das… nicht ein bisschen komisch?“, flüsterte sie.
„Komisch? Warum denn?“, fragte Katja unschuldig. Ihre Hand glitt ganz bewusst über die Pobacke Sebastians, ein langer, einörender Streich. „Es ist nur ein Körper. Ein sehr durchtrainierter, gut aussehender Körper, um ehrlich zu sein.“ Sie blickte zu ihrer Tochter. „Komm, setz dich. Gewöhn dich dran. In zwei Wochen wirst du ihm als Trainerin auch mal einen verspannten Muskel dehnen müssen.“
Mona gehorchte wie in Trance. Sie setzte sich auf die Kante eines anderen Liegestuhls, zog die Knie an die Brust und wickelte das Handtuch fester um sich. Ihre großen blauen Augen waren unverwandt auf Sebastian gerichtet, neugierig und erschrocken zugleich.
Sebastian spürte ihren Blick wie eine körperliche Berührung. Die Scham mischte sich mit einer aufsteigenden, ungeheuerlichen Erregung. Er war vollkommen exponiert, im doppelten Sinne: vor Katjas erfahrenen Händen und vor Monas jungfräulichem Staunen.
„Du machst das wirklich gut, Katja“, brachte er heiser heraus, nur um etwas zu sagen.
„Das weiß ich“, antwortete sie leichthin. Eine ihrer Hände wanderte plötzlich nach innen, streifte den empfindlichen inneren Oberschenkel. Sebastians Atem stockte. „Alles ist so angespannt hier. Man muss nur wissen, wo man ansetzen muss.“
Mona beobachtete, wie ihre Mutter arbeitete. Wie ihre Finger in das Fleisch gruben, wie das Öl auf Sebastians Haut glänzte. Eine seltsame Faszination lag in ihrem Blick, die die anfängliche Schüchternheit langsam überlagerte.
„Tut… tut das nicht weh?“, fragte sie leise.
Katja lachte. „Frag ihn doch selbst.“
Sebastian drehte den Kopf, sein Blick traf Monas. Ihre Augen waren riesig. „Es ist ein gutes Weh“, sagte er, seine Stimme tiefer als beabsichtigt. „Wie nach einem harten Training. Es bedeutet, dass etwas passiert.“
Mona nickte langsam, als würde sie eine große Wahrheit entschlüsseln. Ihr Griff um das Handtuch lockerte sich einen Zentimeter.
„So“, sagte Katja und tätschelte Sebastians Po. „Die Rückseite ist fertig. Jetzt dreh dich um, Sebastian. Wir kümmern uns um die Vorderseite.“
Kapitel 3
Sebastian drehte sich langsam um, das warme Öl ließ ihn auf der Kunststoffauflage des Liegestuhls gleiten. Seine Bewegungen waren bewusst kontrolliert, ein Akt der Schamlosigkeit, der ihm das Herz bis zum Hals schlagen ließ. Er sah, wie Monas Augen sich weiteten, als sie seine Vorderseite erblickte. Sie erstarrte, ihr Atem schien für einen Moment auszusetzen.
Katja lächelte befriedigt und goss mehr Öl in ihre Hände. „Da, so ist es besser. Jetzt können wir die Brustmuskulatur bearbeiten. Vom Schwimmen und vom Radeln immer so angespannt.“
Ihre Hände lagen auf seiner Brust, begannen zu kreisen. Der Druck war fest, professionell, aber ihre Daumen strichen wiederholt über seine Brustwarzen, was zu einem direkten, elektrisierenden Prickeln führte. Sebastian schloss kurz die Augen, um sich zu sammeln.
„Macht… macht dir das nichts aus, Mona?“, fragte Katja beiläufig, während ihre Finger die Konturen seiner Bauchmuskeln nachzeichneten.
Mona zuckte zusammen, als wäre sie ertappt worden. „Doch. Also, nein. Ich weiß nicht.“ Sie rang sichtlich mit sich. „Es ist nur… anders.“
„Was ist anders?“, hakte Sebastian nach. Seine Stimme war rau von der unterdrückten Erregung.
„Dass du… nackt bist. Und wir reden einfach so.“ Ihr Blick wanderte hilflos zwischen seinem Gesicht und seinem Schoß hin und her. Das große Handtuch um sie herum wirkte plötzlich wie eine lächerliche Barriere.
„Es ist nur ein Körper, Schatz“, wiederholte Katja ihren Spruch, aber ihre Hände erzählten eine andere Geschichte. Sie glitten tiefer, über seinen Unterbauch, die Daumen hielten kurz über dem Schambein inne. „Siehst du? Alles nur Anatomie. Muskeln, Sehnen.“ Ihre Finger streiften den Ansatz seines erigierten Gliedes, das unübersehbar gegen seinen Bauch drückte. „Und gewisse… physiologische Reaktionen auf Entspannung.“
Mona starrte fasziniert. „Das passiert… von der Massage?“
Katja lachte leise. „Von der Entspannung. Von der Freiheit. Von dem Gefühl, gesehen zu werden, ohne verurteilt zu werden.“ Sie blickte ihre Tochter an. „Willst du es mal versuchen? Nur die Schultern. Er ist wirklich steinhart.“
Die Frage hing in der heißen, ölduftenden Luft. Sebastian hielt den Atem an. Monas Zögern war fast greifbar. Dann, langsam, als bewege sie sich gegen eine unsichtbare Strömung, löste sie den Knoten ihres Handtuchs. Es fiel in ihren Schoß, dann auf die Fliesen. Sie saß da, klein und schlank und blendend hell in der Nachmittagssonne, ihre Jugend eine eigene, zerbrechliche Art von Schönheit.
Sie stand auf, ihr Gang war unsicher. Sie trat näher, ihre Augen auf Sebastians Schultern fixiert, als wäre der Rest von ihm unsichtbar. Katja machte Platz, schob ihr die Ölflasche zu. „Hier. Fang einfach an. Fester Druck.“
Monas Hände waren kühl und zittrig, als sie Sebastians Haut berührten. Die Berührung war so leicht, so ängstlich, dass ein Schauder über seinen Rücken lief.
„Fester“, flüsterte er. „Hab keine Angst.“
Sie drückte zu, ihre schmalen Finger gruben sich in den Trapezmuskel. Es war ungeschickt, aber unglaublich intensiv. Jeder Nerv in Sebastian war auf diesen Punkt konzentriert, auf diese junge, schüchterne Hand, die seinen Körper erkundete.
„Gut so“, murmelte Katja, die sich zurückgelehnt hatte, um zuzusehen. Sie strich sich über den eigenen flachen Bauch, eine lässige, selbstbewusste Geste. „Siehst du? Es ist nichts dabei.“
Monas Atem ging schneller. Ihre Hände gewannen an Sicherheit, folgten dem Beispiel ihrer Mutter, glitten von den Schultern zu seinem Nacken. Ihre Brüste, klein und fest, hingen nur Zentimeter über seinem Gesicht. Der Duft von Chlor und jugendlicher Haut vermischte sich mit dem Kokosöl.
„Du… du bist wirklich gut trainiert“, brachte Mona heraus, ein zaghaftes Lächeln umspielte ihre Lippen.
„Danke“, sagte Sebastian und sein Blick traf ihren. In ihren Augen brannte jetzt nicht nur Schüchternheit, sondern eine keimende, neugierige Wärme. Die anfängliche Angst wich einer konzentrierten Aufmerksamkeit, der puren Freude an der ausgeführten, erlaubten Berührung.
Katja beobachtete das stumme Spiel zwischen ihnen, ein stilles, wissendes Lächeln auf den Lippen. Das Spiel hatte eine neue Stufe erreicht. Die Welle der Spannung war noch nicht gebrochen, aber sie türmte sich höher und höher, getragen von Blicken, Berührungen und dem unausgesprochenen Einverständnis in der stillen, sonnengebadeten Villa.
Kapitel 4
Das sanfte Gleiten von Monas Händen auf Sebastians Schultern wurde zur einzigen Bewegung in der hitzeglänzenden Stille. Dann brach Katja das Schweigen, ihre Stimme war ein warmes, amüsiertes Murmeln.
„Siehst du, Schatz? Es ist nur Haut und Muskel.“ Sie lehnte sich weiter zurück, ließ die Sonne auf ihren Körper scheinen. „Ein Athlet wie Sebastian weiß, dass Scham nur die Leistung bremst.“
Mona atmete langsam aus, ihre Finger hörten auf zu zittern. „Es fühlt sich… anders an als bei Mama. Fester.“
„Weil er ein Mann ist“, antwortete Katja leichtfüßig. „Die Anatomie ist anders. Die Spannung liegt anders.“
Sebastian spürte, wie Monas Daumen nun mutiger den Grat seines Schlüsselbeins entlangfuhren, hinunter zur Brust. Ihre Berührung war neugierig, erforschend. „Und das hier?“, fragte sie und strich über eine seiner Brustwarzen, die unter der öligen Massage und der ungeheuerlichen Situation hart geworden war.
Ein scharfes, angenehmes Zucken durchfuhr Sebastian. „Ein empfindlicher Punkt“, sagte er mit belegter Stimme. „Wie bei Frauen auch.“
Mona zog die Hand leicht zurück, als hätte sie etwas Verbotenes berührt, doch ihr Blick war fasziniert. „Tut es weh?“
„Nein. Es ist… eine Reaktion.“
Katja beobachtete das Spiel mit sichtlichem Vergnügen. „Eine ganz normale physiologische Reaktion, Liebling. Nichts, wofür man sich schämen müsste.“ Sie richtete sich auf, ihre Bewegungen waren geschmeidig und selbstbewusst. „Vielleicht sollte Sebastian jetzt auch mal etwas für uns tun. Eine Massage ist schließlich ein Geben und Nehmen.“
Monas Augen weiteten sich. „Für… uns?“
„Warum nicht? Du hast heute hart im Becken gearbeitet. Deine Schultern sind bestimmt steif.“ Katja stand auf und deutete auf den nun freien Liegestuhl. „Leg dich hin, Mona. Auf den Bauch.“
Ein kurzer, innerer Kampf spielte sich auf Monas Gesicht ab. Die Schüchternheit rang mit der neu erwachten Neugierde und dem drängenden Wunsch, dazuzugehören, Teil dieser seltsamen, freizügigen Intimität zu sein. Langsam, fast feierlich, legte sie sich auf den warmen Kunststoff, ihr schlanker Rücken war eine blasse, makellose Fläche in der Sonne.
Sebastian setzte sich auf, das Öl glänzte auf seiner Haut. Seine Erregung war unübersehbar, aber in der lockeren Atmosphäre schien sie nur ein weiterer Bestandteil zu sein, etwas Natürliches, über das man nicht sprach. Er nahm die Flasche von Katja entgegen.
„Fang oben an“, instruierte sie ihn leise, während sie sich daneben kniete, um zuzusehen. „Nimm reichlich Öl. Sie braucht es.“
Sebastian goss die warme Flüssigkeit in seine Hände und ließ sie dann behutsam auf Monas Schultern tropfen. Sie zuckte bei der ersten Berührung leicht zusammen, ein kleines, ersticktes Geräusch entwich ihr.
„Entspann dich“, sagte er, seine Stimme so sanft er konnte. Dann begann er, mit den Handballen über ihre Schulterblätter zu kreisen. Ihre Haut war weich wie Seide, die Muskeln darunter zart aber fest vom vielen Schwimmen. Er arbeitete sich vor, konzentrierte sich auf den Rhythmus, auf den Druck. Unter seinen Händen begann sie langsam zu schmelzen, ihr Widerstand löste sich in einem tiefen Seufzer auf.
„Das ist… wirklich gut“, murmelte sie ins Handtuch gedrückt, das sie unter ihr Gesicht geschoben hatte.
„Du hast viel Power im Wasser“, sagte Sebastian, während seine Daumen kleine Kreise an ihrer Wirbelsäule entlang zogen. „Das spürt man.“
Katja lächelte, ein stilles, zufriedenes Lächeln. Sie strich sich über ihren eigenen Oberschenkel, eine nachdenkliche Geste. „Siehst du, Sebastian? Auch sie kann lernen, es zu genießen. Gesehen zu werden. Berührt zu werden.“
Mona drehte den Kopf zur Seite, ein Auge blickte zu Sebastian. „Es ist… komisch. Aber ein gutes Komisch.“
„Das ist der Punkt, Schatz“, sagte Katja. Ihre Hand wanderte zu Sebastians Rücken, strich über seine noch ölige Haut. „Es geht darum, das ‚Komisch‘ zu überwinden. Zur puren Wahrnehmung zu kommen.“ Sie blickte zu Sebastian. „Geh etwas tiefer. Zum unteren Rücken. Da sitzt bei Schwimmern immer viel Stress.“
Sebastian gehorchte. Seine Hände glitten den schmalen Rücken hinab, zu der schlanken Taille und weiter hinunter zu den leichten Kurven ihres Pos. Hier zögerte er, ein letzter Rest von Anstand.
„Keine Angst“, flüsterte Katja. „Es ist nur eine Massage.“
Und so berührte er sie dort, zunächst mit flachen, weiten Kreisen, dann mit gezielterem Druck. Mona stöhnte leise auf, ihr Körper bog sich unwillkürlich unter seinen Händen. Sie war völlig entspannt, hingegeben, ihr Atem ging tief und regelmäßig.
Katja beugte sich zu Sebastian, ihr Mund fast an seinem Ohr. Ihr Atem war warm. „Und?“, hauchte sie. „Wie fühlt es sich an, sie so zu berühren? So jung. So vertrauensvoll?“
Sebastian konnte nicht antworten. Die Situation überwältigte ihn – die nackte, hingegebene Jugend unter seinen Händen, die selbstbewusste, verführerische Frau an seiner Seite, die heiße Sonne und das Wissen, dass diese verbotene Welle sich weiter türmte, unaufhaltsam, und dass er, der Voyeur und Exhibitionist in einem, mittendrin schwamm, willig und atemlos. Er fuhr fort zu massieren, während Katja zusah und lächelte, und Monas Stöhnen leiser wurde, sich in ein zufriedenes Schnurren verwandelte. Das Spiel ging weiter, und die Regeln wurden mit jeder Berührung neu geschrieben.
Kapitel 5
Sebastians Hände kamen auf Monas schmalen Hüften zur Ruhe. Das sanfte Stöhnen war verstummt, nur ihr tiefer, regelmäßiger Atem zeugte noch von der Intensität der Massage. Eine zarte, vertraute Stille breitete sich aus, durchbrochen nur vom leisen Plätschern des Poolfilters. Katja beobachtete sie beide, ihr Kopf leicht geneigt.
„Sie schläft fast ein“, flüsterte Sebastian und strich eine blonde Strähne aus Monas Gesicht.
„Das tut sie immer, wenn sie sich sicher fühlt“, sagte Katja, ihre Stimme warm und voller mütterlichem Wissen. Sie stand auf und holte zwei große, flauschige Handtücher. „Komm, wir lassen sie ein paar Minuten ruhen.“
Sie legte Sebastian das eine Handtuch um die Schultern, ohne seine Nacktheit weiter zu kommentieren, und breitete das andere sanft über Monas Rücken. Dann schlenderte sie zum Rand des Infinity-Pools und ließ die Beine ins Wasser baumeln. Sebastian folgte ihr, setzte sich neben sie, ließ einen angenehmen Abstand zwischen ihren Körpern.
„Sie ist ein besonderes Mädchen“, begann Katja und starrte auf die türkisfarbene Fläche. „So talentiert, aber so verschlossen. Vor allem, was Männer und ihren eigenen Körper angeht.“
„Das habe ich gemerkt“, antwortete Sebastian vorsichtig. Er zog das Handtuch fester um sich, mehr aus Gewohnheit als aus Scham.
„Ich wollte diese Reise nutzen, um ihr das zu nehmen. Diese unnötige Angst.“ Katja drehte den Kopf zu ihm. Ihr Blick war offen, einladend, aber ernst. „Weißt du, nach der Scheidung… ihr Vater hat nie viel mit ihr anfangen können. Schon gar nicht, als sie zur Frau wurde. Es war, als würde sie etwas Schändliches mit sich herumtragen.“
Sebastians Magen zog sich zusammen. „Das ist traurig.“
„Ja. Darum ist das hier…“ Sie machte eine weite Geste, die die Terrasse, den Pool, ihre Nacktheit umfasste. „…so wichtig. Es ist eine Form der Therapie. Zu lernen, dass ein Körper nichts ist, wofür man sich schämen muss. Dass Berührung nicht immer etwas Begehrendes oder Bedrohliches ist.“
„Und ich bin Teil dieser Therapie?“, fragte Sebastian direkt.
Katja lächelte, ein Hauch von Traurigkeit darin. „Du bist der Katalysator. Ein netter, attraktiver Mann, der keine Forderungen stellt. Ein Freund. Ein Trainingspartner. Jemand, vor dem sie diese Schritte wagen kann, in einem sicheren Rahmen.“
Der Wind spielte mit Katjas Haaren. Sebastian sagte eine Weile nichts. Die Aussicht auf den Atlantik war atemberaubend, aber seine Gedanken waren bei der schlafenden jungen Frau auf dem Liegestuhl. „Und du? Was ist dein Teil dabei?“
Ihr Lächeln wurde breiter, geheimnisvoller. „Ich bin der sichere Hafen. Und manchmal die kleine Schubsende. Ich stelle die Rahmenbedingungen sicher.“ Sie legte eine Hand auf seinen nackten Oberschenkel, eine brüderliche Geste. „Und ich genieße es auch. Die Freiheit. Die Ungezwungenheit. Es ist erfrischend, nicht immer die Mutter sein zu müssen.“
Von der Terrasse her kam ein leises, verschlafenes Geräusch. Mona bewegte sich, das Handtuch rutschte von ihrer Schulter. Sie setzte sich langsam auf, rieb sich die Augen. Als sie Sebastian und ihre Mutter am Poolrand sitzen sah, kam ein verschämtes Lächeln auf ihr Gesicht.
„Habe ich gepennt?“
„Nur ein kleines Nickerchen“, sagte Katja und stand auf. „Fühlst du dich locker?“
Mona streckte sich, ein langes, katzenhaftes Gähnen. „Total. Das war… wow.“ Ihr Blick fiel auf Sebastian. „Danke. Das war wirklich nett von dir.“
„Gern geschehen“, sagte er und spürte, wie eine echte Zuneigung in ihm aufkeimte, frei von der vorherigen aufgeladenen Erregung. Es war komplexer, warmer.
„Ihr zwei solltet euch jetzt auch abspülen“, schlug Katja vor und klatschte in die Hände. „Das Öl klebt in der Sonne. Komm, Mona.“
Sie nahm ihre Tochter bei der Hand und führte sie zur Außendusche in der Ecke der Terrasse. Sebastian folgte. Unter dem kühlen Strahl aus Düsen spülten sie das Kokosöl von der Haut. Mona lachte, als ihr Katja Wasser ins Gesicht spritzte, eine unbeschwerte, jugendliche Geste. Für einen Moment war es einfach nur eine Familie – eine unkonventionelle, nackte, aber eine Familie –, die gemeinsam die Hitze des Tages abwusch.
Als sie heraustraten, glänzten ihre Körper sauber und erfrischt. Die Spannung der Massage war einer entspannten Vertrautheit gewichen, einem stillen Einverständnis, das tiefer ging als bloße Exhibition.
„Was machen wir jetzt?“, fragte Mona und schüttelte ihr nasses Haar.
Katja blickte auf ihre Uhr. „Das Abendessen im Komplex fängt in einer Stunde an. Wie wär’s mit einem letzten, lockeren Schwimmen? Nur zum Abkühlen. Ohne Zeiten, ohne Technik.“
Monas Augen leuchteten. „Richtig? Einfach so?“
„Einfach so“, bestätigte Sebastian und fühlte sich seltsam leicht. „Wer zuletzt im Wasser ist, muss heute das Essen ausgeben.“
Ein fröhliches Gelächter erklang, dann ein Wettrennen zum Pool, bei dem Wasserfontänen in die sinkende Sonne spritzten. Die Trainingswelle rollte weiter, aber sie trug sie jetzt auf einer neuen, ruhigeren Strömung dahin.