Am Pool unter der heißen Sonne
# Das Trainingslager Michael blickte aus dem Panoramafenster der Villa auf die türkisblauen Wellen, die sich an den dunklen Lavastrand rollten. Die Sonne Fuerteventuras brannte bereits mittags erbarmungslos, aber hier drinnen, im kühlen, o
Kapitel 1
Michael blickte aus dem Panoramafenster der Villa auf die türkisblauen Wellen, die sich an den dunklen Lavastrand rollten. Die Sonne Fuerteventuras brannte bereits mittags erbarmungslos, aber hier drinnen, im kühlen, offenen Wohnbereich mit seinen weiß gestrichenen Wänden und den sanften Deckenventilatoren, war es perfekt. Der private Whirlpool auf der großen Terrasse glitzerte verheißungsvoll. Zwei Wochen. Zwei Wochen, um dem grauen deutschen Winter zu entfliehen und sich ganz auf sein großes Ziel zu konzentrieren: den Ironman im nächsten Jahr. Seine Schwimmtechnik war das schwächste Glied, und dafür hatte er die beste Hilfe, die er sich vorstellen konnte.
„Kaffee, Alex?“, rief Claudia aus der offenen Küchenzeile. Sie stellte zwei Tassen auf den Tresen, ihr blondes Haar zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden. Sie war die Ruhe in Person, ihre fürsorgliche Art hatte sie über die Jahre im Verein zur Vertrauten gemacht. „Nina checkt gerade den Sportkomplex ab. Sie ist ganz aufgeregt, deinen Trainingsplan zu optimieren.“
Michael grinste, sein athletischer Körper entspannte sich gegen die Kücheninsel. „Sie ist die Chefin. Ich bin nur der gehorsame Schüler.“ Mit fünfundvierzig fühlte er sich in ihrer Gegenwart manchmal wie der große Bruder, manchmal wie der Schüler, der er auch war.
Die Terrassentür glitt auf und Nina trat ein, eine Welle trockener Hitze folgte ihr. Sie trug nur einen knappen, türkisfarbenen Bikini und eine kurze Strandhose. Ihre lange, schlanke Figur, die Haare zu zwei blonden Zöpfen geflochten, war sonnengeküsst. „Alles top!“, verkündete sie mit einer Stimme, die zwischen kindlicher Begeisterung und ernsthafter Trainerautorität pendelte. „Der 50-Meter-Pool ist fast leer, das Gym hat alles, was wir brauchen, und der Yogabereich hat direkten Meerblick. Perfekt.“
Ihre blauen Augen trafen Michaels, und ein leichtes, schelmisches Lächeln spielte um ihre Lippen. „Erste Lektion: Wassergefühl. Heute Nachmittag, 16 Uhr. Sei pünktlich.“ Es war dieser Blick, der Michael kurz den Atem stocken ließ – schüchtern, aber mit einem untergründigen Funken von Herausforderung.
„Zu Befehl, Coach“, erwiderte er und hob spielerisch die Kaffeetasse.
Der Nachmittag im Pool war intensiv. Nina stand bis zur Hüfte im Wasser, beobachtete jede Bewegung seiner Arme, korrigierte mit leichten Berührungen an seinem Unterarm oder seiner Schulter ihre Haltung. Ihre Nähe war professionell, aber unausweichlich intim. Das Chlorwasser tropfte von ihrem glatten Körper, und wenn sie sich vorbeugte, um seine Beinarbeit zu demonstrieren, war ihr Gesicht nur Zentimeter von seinem entfernt.
„Du denkst zu viel, Michael“, sagte sie leise, während er neben ihr an der Poolkante atemlos hing. „Du kämpfst gegen das Wasser, anstatt dich treiben zu lassen. Es ist wie…“ Sie suchte nach Worten, und ein leichtes Erröten stieg ihr in die Wangen. „…wie beim Kuscheln. Du musst nachgeben, dann trägt es dich.“
Ihr Vergleich hing in der feuchten Luft zwischen ihnen. Michael spürte, wie sein Herz gegen seine Rippen hämmerte, und es lag nicht nur an der Anstrengung.
Später, zurück in der Villa, herrschte eine lockere, familiäre Stimmung. Claudia hatte ein leichtes Abendessen vorbereitet. Sie aßen auf der Terrasse, der Geruch von gegrilltem Fisch und der salzige Meereswind vermischten sich. Nina war stiller geworden, beobachtete Michael über den Rand ihres Wasserglases, während Claudia von alten Vereinsgeschichten erzählte.
Als die Nacht hereinbrach und ein Meer aus Sternen über der schwarzen Vulkanlandschaft aufleuchtete, schlug Claudia vor, den Whirlpool zu nutzen. „Das ist gut für die Muskeln, Alex. Nach dem ersten Training.“
Minuten später saßen die drei im dampfend warmen Wasser. Michael, nur in einer engen Badehose, spürte die Massagedüsen an seinen Oberschenkeln und seinem Rücken. Claudia lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück, ihr Körper eine schlanke Silhouette im bläulichen Licht der Unterwasserbeleuchtung. Nina hatte sich an den gegenüberliegenden Rand gesetzt. Ihr blonder Kopf war nach hinten gelehnt, die Augen auf den Sternenhimmel gerichtet, aber Michaels Blick wanderte unweigerlich zu der sanften Kurve ihrer Brüste unter der nassen Bikinioberkante, zu den Wassertropfen, die über ihre glatte Haut an ihrem flachen Bauch hinunterliefen.
Eine vertraute Stille breitete sich aus, nur unterbrochen vom leisen Blubbern der Jets. Dann, fast unhörbar, sagte Nina, ohne die Augen zu öffnen: „Mama hat recht. Das tut wirklich gut.“ Ihre Hand glitt beiläufig über die Wasseroberfläche, ihre Fingerspitzen zeichneten kleine Kreise nur einen Handbreit von Michaels Bein entfernt.
Claudia öffnete ein Auge und lächelte in die Richtung ihrer Tochter, dann zu Michael. „Siehst du? Selbst die strenge Coachin weiß, wann man entspannen muss.“
Michael spürte, wie eine Welle intensiver Wärme durch ihn zog, die nichts mit dem Whirlpoolwasser zu tun hatte. Es war die Wärme von zwei Blicken, die ihn im Dunkeln trafen – einer fürsorglich und wissend, der andere schüchtern und voll unausgesprochener Neugier. Die Spannung, die den ganzen Tag unter der Oberfläche gebrodelt hatte, war jetzt greifbar, elektrisierend im warmen, dunklen Wasser. Das Abenteuer hatte gerade erst begonnen, und die Regeln dieser kleinen, vertrauten Familie begannen sich zu verflüssigen, wie der Dampf, der über der Wasseroberfläche in die kühle Nachtluft aufstieg.
Kapitel 2
Die Morgensonne warf schmale Lichtbänder durch die hohen Fenster des Hallenbades. Michael schwamm seine Bahnen, konzentriert auf seinen Rhythmus, doch seine Gedanken kreisten noch immer um die warme Nacht im Whirlpool und die zwei blauen Augenpaare im Dunkeln.
„Stopp, Michael!“
Ninas Stimme hallte vom Beckenrand zu ihm. Er blieb stehen, das Wasser rauschte um seine Hüften. Sie stand bereits im knietiefen Wasser, ihre blonden Zöpfe waren heute zu einem strengen Nackenbund gebunden. „Dein Armzug ist immer noch zu kurz. Du holst nicht weit genug aus, verlierst Kraft.“
„Zeig’s mir nochmal?“, bat er, atemlos.
Sie nickte und watete zu ihm. „Dreh dich um.“ Ihre Stimme war ruhig, fachlich. Er gehorchte und blickte auf die blauen Kacheln am anderen Ende des Beckens. Dann spürte er ihre Gegenwart direkt hinter sich, spürte die leichte Verdrängung des Wassers an seinem Rücken.
„So“, flüsterte sie, und ihre Hände legten sich sanft von hinten auf seine Schultern. Ihre Handflächen waren kühl vom Wasser, aber wo ihre Fingerspitzen seine nackte Haut an Schulterblatt und Oberarm berührten, hinterließen sie eine Spur intensiver Wärme. Sie glitten langsam nach vorne, führten die Bewegung seines Arms in Zeitlupe. „Spürst du das? Du musst den Arm hier ganz strecken, bis dorthin…“
Michael atmete kaum. Ihre Brust berührte beinahe seinen Rücken, ihr Atem streifte sein Ohr. Die Korrektur war fachlich perfekt, die Nähe atemberaubend intim. Sein Herz schlug laut in seinen Ohren.
„Und dann ziehst du kraftvoll durch, aber locker aus der Schulter“, fuhr sie fort, ihre Hände folgten nun dem imaginären Zug durchs Wasser an seinen Seiten hinab, knapp über seiner Hüfte endend. Eine Gänsehaut lief über seine Arme.
Von der Tribüne her klang ein leises, glucksendes Lachen. Michael blickte kurz hoch. Claudia saß auf einer der Holzbänke, eine Flasche Wasser in der Hand. Sie beobachtete sie mit einem unverkennbar spielerischen Lächeln auf den Lippen. Kein besorgtes, kein misstrauisches. Ein wissendes, fast ermunterndes Lächeln, als sähe sie ein kleines, vertrauliches Spiel, bei dem sie die Regeln genau kannte.
Nina trat einen halben Schritt zurück, ihre Hände lösten sich von ihm. „Versuchen wir es mal so. Zehn Bahnen Fokus auf den Zug. Ich beobachte.“
„Alles klar, Coach“, sagte Michael, seine Stimme klang etwas heiser. Er tauchte ab und begann zu schwimmen. Jeder Armzug war nun von der Erinnerung an ihre Berührung durchdrungen, jede Bewegung fühlte sich bewusster, sinnlicher an.
Später, unter der Dusche, gesellte sich Claudia zu ihm. „Sie hat eine echt gute Technik, unsere Nina, findest du nicht?“
„Unglaublich“, stimmte Michael zu und ließ das warme Wasser über seinen Nacken laufen. „Sehr… konzentriert.“
Claudia lächelte, während sie ihr Shampoo ausspülte. „Sie ist sehr darauf fokussiert, dir zu helfen. Das mag ich an ihr. Sie verliert sich ganz in der Sache.“ Sie schaltete ihre Dusche aus und griff nach ihrem Handtuch. „Ich geh‘ schon mal vor und mach Frühstück. Müsli und frisches Obst?“
„Klingt perfekt.“ Als sie gegangen war, lehnte Michael seine Stirn gegen die kühle Fliesenwand. Die „Sache“, dachte er. Was genau war hier eigentlich die Sache? Das Training? Oder das subtile, von allen stillschweigend geduldete Spiel, das sich um sie drei entsponn? Die Regeln schienen sich mit jedem Tag mehr zu verwischen, und ein Teil von ihm konnte es kaum erwarten, zu sehen, wie weit dieses Spiel noch gehen würde.
Kapitel 3
Der Tag verging in einem sanften Rhythmus aus Training und Entspannung. Am späten Nachmittag fand sich Michael allein im Yogabereich wieder, der auf einer Klippe über dem Meer thronte. Die weiche Matte unter seinen Händen, der Geruch von Salz und heißem Stein, das tiefe Grunzen der Wellen weit unten – es war eine Atmosphäre, die zur Einkehr einlud. Er schloss die Augen und versuchte, die Anspannung aus seinen Schultern zu atmen, die mehr von Ninas Nähe als vom Schwimmtraining stammte.
Leichte Schritte auf den Holzdielen ließen ihn die Augen öffnen. Claudia stand im Eingang, einen leichten Morgenmantel über ihrem Bikini. „Darf ich mich dazu gesellen?“, fragte sie mit ihrer ruhigen Stimme. „Nina ist noch im Pool. Sie feilt an ihrem eigenen Trainingsplan.“
„Natürlich“, sagte Michael und machte Platz. Sie breitete ihre Matte neben seiner aus und sank mit einer anmutigen, geübten Bewegung in eine sitzende Position. Eine Weile übten sie schweigend, nur ihre Atemzüge vermischten sich mit den Geräuschen des Ozeans.
„Sie bewundert dich sehr, weißt du das?“, brach Claudia schließlich die Stille. Sie blieb in einer Vorbeuge, ihr Blick auf die Matte gerichtet.
Michael unterbrach seine Bewegung. „Nina? Sie ist die Trainerin. Ich bin der, der Hilfe braucht.“
Claudia richtete sich auf und sah ihn an, ein warmes, nachdenkliches Lächeln auf den Lippen. „Es geht nicht nur ums Schwimmen, Alex. Du bist für sie… eine Brücke. In eine Welt, die gleichzeitig nah und fern ist. Du bist vertraut wie Familie, aber auch anders. Ein Mann.“ Sie zögerte einen Moment. „Sie ist neugierig. Und ich finde das in Ordnung.“
Michaels Mund war plötzlich trocken. „Claudia, ich… wir sollten vielleicht…“
„Was sollten wir?“ Sie schnitt ihm sanft das Wort ab. „Regeln aufstellen? Hier, in diesem Paradies, zwei Wochen lang? Das Leben ist zu kurz für immer nur Regeln.“ Sie stand auf und trat ans Geländer, blickte aufs Meer hinaus. „Ich vertraue dir. Und ich vertraue ihr. Sie ist klug und sie weiß, was sie will. Auch wenn sie es vielleicht noch nicht mit Worten sagen kann.“
Michael stand ebenfalls auf und trat neben sie. Die untergehende Sonne tauchte Claudias Profil in goldenes Licht. „Und was willst du?“, fragte er leise.
Sie drehte den Kopf zu ihm. Ihr Blick war klar, frei von jeglicher Unsicherheit. „Ich will, dass meine Tochter sicher ihre ersten Erfahrungen macht. In einem Umfeld, das von Respekt und… Zuneigung geprägt ist. Nicht in einer dunklen Ecke irgendwo.“ Ein schelmisches Funkeln trat in ihre blauen Augen. „Und ich will zusehen. Ist das so seltsam?“
Die Direktheit ihrer Worte traf Michael wie ein sanfter Schlag. Es war keine Anklage, kein perverses Angebot. Es war eine einfache, ehrliche Öffnung. Das wissende Lächeln von der Pooltribüne bekam plötzlich eine tiefere Bedeutung.
„Es ist… unerwartet“, gab er zu.
„Das sind die besten Dinge im Leben“, flüsterte Claudia. Dann legte sie ihre Hand für einen kurzen, festen Moment auf seine. Ihre Haut war warm. „Denk darüber nach. Kein Druck.“ Sie nahm ihre Matte und ging langsam Richtung Villa zurück, ihr Morgenmantel wehte sanft im Abendwind.
Michael blieb zurück, sein Verstand ein einziges Gewirr aus Verlangen, Verwirrung und einer seltsamen Erleichterung. Die Grenzen waren nicht nur verwischt, sie waren gerade formell zur Disposition gestellt worden. Und ein Teil von ihm, der abenteuerlustige, spielerische Teil, jubilierte leise.
Kapitel 4
Der Rückweg zur Villa verlief im angenehmen Schweigen. Die untergehende Sonne warf lange Schatten über den Lavastein, und das vertraute Gefühl nach dem gemeinsamen Yoga wich einer neuen, prickelnden Spannung. Als sie die Terrasse betraten, erstarrte Michael für einen Sekundenbruchteil.
Nina lag auf einem der großen Sonnenlieger, den Kopf in ein Kissen gedrückt. Der Bikini-Oberteil lag daneben auf den Fliesen. Die letzten roten Strahlen der Sonne streichelten ihre schmale Taille, die zarten Kurven ihrer jungen Brüste und das blasse, perfekte Rund ihrer Brustwarzen. Es war ein Bild unschuldiger, unbewusster Sinnlichkeit – bis Nina mit einem leisen Schnaufen erwachte und ihren Blick auf die beiden richtete.
Ihre blauen Augen weiteten sich. Ein kurzes, erschrockenes Aufatmen, dann griff sie blitzschnell nach dem Handtuch neben sich und zog es über ihre Brust. „Oh! Ich… ich dachte, ihr seid noch länger weg“, stammelte sie, und eine tiefe Röte schoss ihr ins Gesicht.
Claudia blieb völlig ruhig stehen. „Die Sonne ist gerade perfekt zum Bräunen, Schatz. Aber vielleicht nicht mehr lange.“ Ihre Stimme war sanft, ohne einen Hauch von Vorwurf.
„Ja, ich… ich geh‘ mich mal frisch machen“, murmelte Nina, wickelte das Handtuch fest um sich und schlüpfte mit gesenktem Kopf an den beiden vorbei ins Haus. Die Terrassentür fiel leise ins Schloss.
Michael atmete aus, den flüchtigen, verbotenen Eindruck tief in sich eingebrannt. „Ich… ich denke, ich dusche auch erstmal“, sagte er, seine Stimme klang seltsam belegt.
Claudia nickte nur, ein undurchschaubares, leichtes Lächeln auf den Lippen. „Tu das. Ich mache inzwischen etwas zu trinken.“
Im Badezimmer ließ Michael das Wasser rauschen. Der Dampf füllte schnell den Raum, doch er konnte die Bilder nicht wegspülen. Die perfekten, jungen Kurven, Claudias wissender Blick, Ninas verlegenes Erröten. Er lehnte sich mit geschlossenen Augen gegen die kühle Fliese und ließ seine Hand langsam über seinen flachen Bauch gleiten, hinab zu der Anspannung, die sich dort seit dem Whirlpool, seit der Berührung im Pool, seit dem Gespräch am Klippenrand aufgestaut hatte. Es war eine Erleichterung, ein Akt der Befreiung von der unerträglichen Spannung, schnell, effizient und von dem Bild zweier blonder Frauen in seinem Kopf begleitet – einer fürsorglichen und einer schüchternen. Als er unter der Dusche zusammensackte, war sein Verstand wieder klar, aber sein Körper fühlte sich leer und zugleich erwartungsvoll aufgeladen.
Als er, frisch angezogen, ins Wohnzimmer trat, saßen Claudia und Nina bereits auf der Couch. Nina trug einen weiten, kuscheligen Hoodie und hatte die Beine untergeschlagen. Sie wirkte kleiner, verletzlicher.
„Apfelsaftschorle?“, bot Claudia an und reichte ihm ein Glas.
„Danke.“ Michael setzte sich vorsichtig in einen der Sessel gegenüber.
Es herrschte ein verlegenes Schweigen, das Claudia schließlich brach. „Die Terrasse ist wirklich ein Sonnenfänger. Man vergisst leicht die Zeit.“
Nina zupfte an ihrem Ärmel. „War dumm von mir. Tut mir leid.“
„Weswegen?“, fragte Michael leise und nahm einen Schluck. „Wegen der Sonne?“
Sie hob den Blick, und ihre blauen Augen trafen seine. Die Schüchternheit war noch da, vermischt mit etwas Neuem, Fragendem. „Nein. Weil… weil es unangebracht war.“
Claudia legte einen Arm um die Schultern ihrer Tochter. „Unangebracht ist ein großes Wort, Schatz. Unerwartet, vielleicht. Aber hier, zwischen uns dreien…“ Sie suchte Michaels Blick. „…gibt es doch keine Geheimnisse, oder? Wir sind doch eine kleine Familie auf Zeit.“
Nina lehnte sich leicht an ihre Mutter. „Michael hat bestimmt gedacht, ich sei kindisch.“
„Ich habe gedacht, du siehst sehr entspannt aus“, korrigierte Michael mit einem ehrlichen Lächeln. „Und das ist doch das Ziel hier: entspannen und trainieren. In beidem bist du mir weit voraus, Coach.“
Ein kleines, erleichtertes Lächeln erschien auf Ninas Gesicht. Die Atmosphäre lockerte sich, wurde wieder warm, aber die Untertöne waren jetzt klarer, die Grenzen durchlässiger als je zuvor. Die Nacht auf der Terrasse versprach, noch länger und intensiver zu werden als die vorherige.
Kapitel 5
Das Abendessen war eine entspannte Angelegenheit. Claudia hatte einen frischen Salat mit gebratenen Gambas zubereitet, und sie aßen auf der Terrasse, während die letzten Farben des Sonnenuntergangs am Himmel verblassten. Das Gespräch drehte sich um Trainingspläne und die Schönheit der Insel, aber unter der Oberfläche pulsierte die neue, eingestandene Spannung.
„Gehen wir nach dem Essen wieder in den Whirlpool wie gestern Abend?“, fragte Claudia schließlich und lehnte sich zurück. Sie musterte Michael und dann ihre Tochter mit einem ausdrucksvollen Blick.
Die beiden nickten. Nina schien sich von ihrer Verlegenheit erholt zu haben, antwortete aber mit einer leichten Herausforderung in der Stimme: „Aber mit Badekleidung heute.“
Claudia lächelte breit, ein freches Grinsen, das Michael noch nie an ihr gesehen hatte. „Ach, sei nicht so prüde. Du kannst auch oben ohne gehen, Nina. Ist doch nur Wasser.“
„Mama!“, rief Nina und warf ihr einen vorwurfsvollen, aber nicht wirklich erzürnten Blick zu. Ein erneutes, tiefes Erröten stieg ihr ins Gesicht.
Michael grinst vor sich hin, spielte mit seinem Weinglas. „Ich habe schon viele hübsche Frauen nackt in der Sauna gesehen“, sagte er beiläufig, als kommentiere er das Wetter. „Ist irgendwie… natürlich, finde ich. Vor allem, wenn man sich vertraut ist.“
Ein kurzes Schweigen trat ein, gesättigt von der Bedeutung seiner Worte. Er hatte die ungeschriebene Regel berührt und sie in Worte gefasst.
Claudia nickte langsam, ihr Blick war wissend und ermunternd zugleich. „Siehst du, Schatz? Selbst Michael sagt es. Es ist eine Frage des Vertrauens. Und hier…“ Sie breitete die Arme aus, um die dunkle Terrasse, das leise Rauschen des Meeres zu umfassen. „…hier sind wir unter uns. Eine kleine Familie. Da braucht es keine unnötigen Hüllen.“
Nina biss sich auf die Unterlippe. Ihre Augen wanderten von ihrer Mutter zu Michael und wieder zurück. Die Schüchternheit kämpfte mit der Neugier, die in ihr brannte. „Ich… ich weiß nicht.“
„Kein Druck“, sagte Michael sanft und wiederholte damit Claudias Worte vom Yogabereich. „Ganz wie du willst, Coach. Hauptsache, wir entspannen uns.“
Dies schien Nina die Entscheidung abzunehmen. Sie atmete hörbar aus. „Okay. Whirlpool. Aber… ich behalte meinen Bikini an. Erstmal.“
Claudia lachte leise, ein warmes, glucksendes Geräusch. „Wie du meinst. Ich für meinen Teil finde, die Freiheit tut gut.“ Sie stand auf und begann, das Geschirr zusammenzutragen. „Ich mach schnell sauber. Warum startet ihr zwei nicht schon mal? Das Wasser muss doch perfekt sein.“
Michael und Nina blieben einen Moment allein zurück. Das Summen der Nachtinsekten schien plötzlich lauter. Nina stand auf, ihre Bewegungen waren ein wenig steif. „Ich hol‘ nur noch ein Handtuch“, murmelte sie und verschwand im Haus.
Michael blieb noch einen Moment sitzen und blickte in die sternenklare Nacht. Die Direktheit, mit der Claudia das Thema angesprochen hatte, die lockere Art, in der er selbst seinen Beitrag geleistet hatte – es fühlte sich nicht falsch an. Es fühlte sich an wie das nächste, logische Kapitel in diesem einzigartigen Abenteuer zu dritt. Ein Kapitel, das im warmen, dunklen Wasser geschrieben werden würde. Er stand auf und ging langsam zur Terrassentür, bereit, den Whirlpool und alles, was diese Nacht noch bringen mochte, in Betrieb zu nehmen.
Kapitel 6
Das Wasser des Whirlpools umspülte Michaels Haut, kribbelnd und warm. Er hatte sich auf die Sitzbank gegenüber der Tür gesetzt, Nina einige Plätze weiter. Sie saß steif da, die Arme vor der Brust verschränkt, der Blick starr auf die blubbernden Blasen gerichtet. Schweigen hing zwischen ihnen, das nur vom sanften Brummen der Pumpe unterbrochen wurde.
„Du musst dich nicht verstecken“, sagte Michael leise. Seine Stimme klang rauer als beabsichtigt.
Nina zuckte mit den Schultern. „Tue ich nicht.“ Ein winziges Zittern war in ihrer Stimme. „Es ist nur… anders. Nach dem, was Mama gesagt hat.“
In diesem Moment glitt die Terrassentür geräuschlos zur Seite. Ein Schatten trennte sich von der Dunkelheit des Wohnzimmers und trat ins bläuliche Licht der Unterwasserlampen.
Es war Claudia. Völlig nackt.
Das sanfte Licht spielte über die schlanken Kurven ihres Körpers, überwischte ihre Brüste, den flachen Bauch, den schmalen Schoß. Sie trug ihre Nacktheit mit einer Selbstverständlichkeit, die atemberaubend war. Keine Scham, kein Zögern. Nur eine ruhige, sinnliche Präsenz. Sie lächelte, als sie ihre nassen Fußabdrücke auf den Fliesen hinterließ, und stieg direkt in den Whirlpool, genau zwischen Michael und Nina.
Das Wasser schwappte sanft. „Da seid ihr ja“, sagte sie mit ihrer warmen Stimme. „Sieht aus, als bräuchte hier jemand eine kleine Entspannung.“ Ohne weitere Ankündigung drehte sie sich zu Michael, ihre nackten Beine streiften im warmen Wasser seine. „Deine Schultern sind voller Knoten, Alex. Vom ständigen Denken beim Schwimmen.“
Ihre Hände legten sich auf seine Schultern. Ihre Finger waren fest, sicher, und begannen sofort, die verspannten Muskeln zu kneten. Ein tiefes Stöhnen entwich Michael, ein Laut reinster Erleichterung und Erregung. Sie war so nah. Der leichte Duft ihres parfümfreien Körpers, vermischt mit der Feuchtigkeit, stieg ihm in die Nase.
„Siehst du, Nina?“, wandte Claudia sich über die Schulter an ihre Tochter, während ihre Daumen tief in Michaels Muskeln gruben. „So entspannt man. Man lässt es zu.“
Nina starrte ihre Mutter an, ihre Augen weit aufgerissen. Ihr Mund stand ein wenig offen.
„Dein Bikinioberteil sieht auch sehr eng aus, Schatz“, fuhr Claudia in demselben ruhigen, ermunternden Ton fort. „In diesem warmen Wasser… das ist doch unbequem. Du bist unter uns. Nimm ihn doch ab. Sei frei.“
Michael hielt den Atem an. Claudias Hände arbeiteten weiter an ihm, eine beharrliche, besitzergreifende Berührung. Sein Blick war auf Nina gerichtet, gefangen in diesem Moment der Entscheidung.
Nina zögerte. Ihre Hände zitterten leicht, als sie sich langsam nach hinten führte, um den Verschluss ihres Oberteils zu lösen. Ein leises Klicken war zu hören. Sie zog die nassen Stoffstreifen von ihren Schultern, ließ sie sinken und legte sie wortlos auf den Rand des Whirlpools.
Da saß sie nun. Ihr Oberkörper war bloß, ihre jungen, festen Brüste mit den hellen, aufgerichteten Spitzen dem warmen Wasser und ihren beiden Begleitern preisgegeben. Ein schüchternes, aber triumphierendes Lächeln flackerte über ihr Gesicht.
„Gut gemacht“, flüsterte Claudia. Ihre Hände glitten von Michaels Schultern über seine Brust, ihre Fingerspitzen zogen feuchte Bahnen über seine Haut. „Spürst du das, Michael? Diese Freiheit? Diese… Vertrautheit?“
Michael konnte nur nicken. Seine Hand, die unter Wasser ruhte, bewegte sich fast von selbst. Sie fand Claudias nackten Oberschenkel, streichelte die glatte Haut. Dann, mit einer Kühnheit, die aus der Situation geboren wurde, streckte er seine andere Hand aus. Sie legte sich über die Whirlpool-Düse hinweg auf Ninas Knie, eine warme, schwere Berührung unter der Wasseroberfläche.
Nina atmete scharf ein, aber sie wich nicht zurück. Stattdessen legte sie ihre eigene, zittrige Hand auf seine.
Claudia beobachtete sie, ihr Lächeln vertiefte sich. „Perfekt“, hauchte sie. Sie beugte sich zu Michaels Ohr, ihre nackte Brust drückte sich gegen seinen Arm. „Jetzt atme einfach. Lass es geschehen. Wir sind alle hier. Und wir wollen alle dasselbe.“
Kapitel 7
„Wir wollen alle dasselbe“, flüsterte Claudia. Ihr Atem war warm in Michaels Ohr.
Ihre Worte hingen im dampfigen Dunkel, eine klare, unumstößliche Wahrheit. Michael spürte Claudias Hand, die sich über seinen Bauch schob, während seine eigene noch auf Ninas Knie lag. Ninas Finger schlossen sich langsam um seine, ihre Berührung war zögernd, aber entschlossen.
„Und was…“, begann Nina. Ihre Stimme war ein dünner Faden im Blubbern des Wassers. „Was wollen wir genau?“
Claudia lächelte, ihr Blick wanderte von Michael zu ihrer Tochter. „Wir wollen Vertrauen. Wir wollen Neugierde, ohne Angst. Wir wollen… erkunden.“ Ihre Hand glitt tiefer, unter die Wasseroberfläche, ihre Fingerspitzen strichen über den Bund von Michaels Badehose. „Du hast heute im Pool gesagt, er denke zu viel, Nina. Dass er sich treiben lassen muss.“
Nina nickte, ihre Augen weit und dunkel im bläulichen Licht. „Ja.“
„Dann lass ihn jetzt treiben“, sagte Claudia sanft. „Und lass dich selbst auch treiben.“ Mit einer sanften Bewegung löste sie ihre andere Hand von Michaels Schulter und streckte sie Nina entgegen, eine offene Einladung über die warme, bewegte Wasserfläche hinweg.
Nina blickte auf die ausgestreckte Hand ihrer Mutter, dann auf Michaels Gesicht. Er sah die Unsicherheit in ihren Zügen, aber auch den keimenden Mut, den glühenden Wunsch, mehr zu verstehen. Langsam, als würde sie durch Sirup waten, löste sie ihre Hand von seiner und legte sie in die ihrer Mutter.
Ein sichtbares Zittern lief durch Ninas Körper. Claudia zog sie sanft näher, sodass Nina auf der Sitzbank zwischen ihnen rutschen musste. Jetzt saß sie direkt neben Michael, ihre nackte Schulter berührte seine, ihre bloße Brustseite nur Zentimeter von seinem Arm entfernt.
„So ist es gut“, murmelte Claudia. Sie behielt Ninas Hand in ihrer und legte ihre andere wieder auf Michaels Brust, eine Besitzerin, die zwei Welten verband. „Frag ihn, Nina. Frag ihn, was er spürt.“
Nina schluckte. Ihre Augen suchten Michaels. „Michael?“, flüsterte sie. „Spürst du… das auch? Dieses… Kribbeln? Überall?“
Michael atmete tief aus. Die Luft roch nach Chlor, nach nasser Haut und nach etwas Neuem, Unbenanntem. „Ja“, gab er zu, seine Stimme war heiser. „Ich spüre es. Deine Hand auf meinem Knie. Deine Mama, die mich anfasst. Es ist… überwältigend. Aber gut.“
„Und du?“, wandte sich Claudia an ihre Tochter. Ihre Finger strichen nun über Michaels Brustwarze, eine bewusste, langsame Kreisbewegung unter Wasser. „Was spürst du, Schatz?“
Nina schloss einen Moment die Augen. „Ich spüre das Wasser. Es ist so warm. Und ich spüre… deine Hand, Mama. Sie hält mich fest.“ Sie öffnete die Augen wieder und sah Michael direkt an. „Und ich spüre, wie sehr Michael mich ansieht. Nicht wie ein Trainer seinen Schüler. Anders.“
„Das ist in Ordnung“, sagte Claudia sofort, ihr Ton war tröstend und bestätigend zugleich. „Das ist mehr als in Ordnung. Schau ihn auch an. Nimm ihn wahr. Alles an ihm.“
Gehorsam ließ Nina ihren Blick über Michaels Gesicht, seine breiten Schultern, die im Wasser verschwimmende Linie seiner Brust wandern. Ihre eigene Atmung wurde schneller, sichtbar an der flinken Bewegung ihrer jungen Brüste.
Claudia beugte sich vor, ihre Lippen fast an Ninas Schläfe. „Willst du wissen, wie es sich anfühlt, wenn ein Mann so erregt ist? Wenn er dich so ansieht?“
Nina erstarrte. Dann kam ein winziges, kaum hörbares „Ja“ über ihre Lippen.
„Dann frag ihn“, drängte Claudia, ihr Lächeln war jetzt ein gütiges, wissendes Engelslächeln. „Frag ihn einfach. Hier ist nichts falsch. Hier, zwischen uns dreien, gibt es nur Wahrheit.“
Michael spürte, wie sein Herzschlag in seinen Ohren dröhnte. Die Welt hatte sich auf diesen warmten, bläulich beleuchteten Kubikmeter Wasser reduziert, auf zwei blonde Frauen, die ihn ansahen, eine mit mütterlicher Anleitung, die andere mit atemloser, schüchterner Begierde. Er wartete auf die Frage, die kommen musste, bereit, die letzte Barriere fallen zu lassen, die dieses „Training“ noch von etwas ganz anderem trennte.
Kapitel 8
Nina schloss für einen Moment die Augen und lehnte sich gegen die warme Poolkante. „Ich glaube, ich bin müde“, sagte sie mit einer weichen, schläfrigen Stimme, die die elektrische Spannung für einen Augenblick zerteilte. „Das warme Wasser… es macht ganz schön schlapp.“
Ohne weitere Worte und ohne jede Hast stand sie auf. Das Wasser rann in Strömen von ihrem Körper, glitzernd im bläulichen Licht. Sie stieg die wenigen Stufen aus dem Whirlpool, drehte sich dabei langsam, als suchte sie nach ihrem Handtuch. Jeder Zentimeter ihrer nackten, jungen Haut war zur Schau gestellt, unverhüllt und ohne jede Scham. Das Wasser tropfte von den festen, zarten Knospen ihrer Brüste, zog glänzende Bahnen über ihren flachen, ebenmäßigen Bauch und sammelte sich in dem schmalen, blonden Dreieck zwischen ihren schlanken Beinen.
Sie griff nach dem großen, flauschigen Handtuch, das auf einer Liege lag, und begann sich abzutrocknen. Nicht versteckend, sondern präsentierend. Sie strich das Tuch langsam über ihre Arme, dann über die Rundungen ihrer Brust, wobei sie die Spitzen für einen winzigen Moment mit dem Stoff umspielte, bevor sie sich vorgebeugt den Rücken abrieb. Ihr Blick traf Michaels, der wie gebannt dagestanden hatte, als sie den Kopf hob. Ein kleines, schüchternes Lächeln, dann wandte sie sich ab, um ihre Beine trocken zu tupfen, und bot ihm den vollen Anblick ihres makellosen, jungen Gesäßes.
„Gute Nacht, ihr zwei“, sagte sie über die Schulter, ihre Stimme klar und natürlich. „Bis morgen.“ Dann schlüpfte sie in ihren leichten Morgenmantel, ließ ihn jedoch offen, und verschwand lautlos durch die Terrassentür in die dunkle Villa.
Michael holte keuchend Luft. Der Anblick hatte ihn bis ins Mark getroffen. Eine so unbefangene, reine Erotik, die direkt aus ihrem vertrauensvollen Wesen entsprang, war überwältigender als jede bewusste Verführung. Seine Badehose spannte sich unübersehbar, ein deutliches Zelt aus nassem Stoff gegen seinen Bauch gedrückt.
Ein leises, wissendes Lachen ertönte neben ihm. Claudia war ebenfalls aufgestanden und stand nun hinter ihm, ihr nasser Körper presste sich gegen seinen Rücken. Ihre Hände glitten um seine Hüften.
„Sie ist ein kleines Kunstwerk, nicht wahr?“, flüsterte Claudia direkt in sein Ohr, während eine ihrer Hände sich vorne an ihm festkrallte und fest durch den nassen Stoff seines Slips drückte. „So jung. So weich. Diese kleinen, perfekten Brüstchen… ich sah, wie dein Blick an ihnen hing. Wie sie sich unter dem Handtuch abzeichneten.“
Michael stöhnte auf, sein Kopf fiel gegen ihre Schulter. „Claudia…“
„Sssst“, zischte sie und begann, mit geschickten Fingern den Knoten seiner Badehose zu lösen. „Lass es zu. Du hast es verdient. Nachdem du so brav warst.“ Der nasse Stoff fiel zu seinen Füßen. Ihre kühle Hand schloss sich sofort um seine pralle, steife Länge. Er zuckte heftig unter ihrer Berührung.
Sie begann einen langsamen, festen Rhythmus, während sie weiter in sein Ohr sprach, jede Bewegung ihrer Hand mit ihren Worten untermalte. „Ihre Haut… sie sieht aus wie warme Milch mit Honig, nicht wahr? Und zwischen ihren Beinen… so zart und unberührt. Ein kleines, blondes Vlies, feucht vom Whirlpool. Hast du daran gedacht, Michael? Daran, wie es sich anfühlen würde, dort zu berühren?“
„Ja… Gott, ja“, keuchte er, seine Hände umklammerten den Rand des Whirlpools, die Knöchel weiß.
„Sie hat dich angesehen, während sie sich abtrocknete“, fuhr Claudia mit rauer, hingebungsvoller Stimme fort. Ihre Hand bewegte sich schneller, feuchter wurde sein Schaft von seiner eigenen Erregung. „Sie wollte, dass du sie siehst. Dass du weißt, was sie dir zeigt. Diese schmalen Hüften… diese langen, schlanken Beine…“ Ihre andere Hand griff zwischen seine Beine, knetete seine prallen Eier. „Sie ist die reinste, schönste Sache, die du je gesehen hast. Und jetzt… jetzt bringe ich dich für sie zum Kommen.“
Ihre Worte, ihr fester, fordernder Griff und das glühende Bild, das sie in seinem Kopf malte, trieben Michael über den Rand. Mit einem erstickten, tiefen Schrei kam er, sein Körper verkrampfte sich in Claudias Umarmung. Heiße Strahlen schossen über seine Bauchdecke und mischten sich mit dem Wasser des Whirlpools. Sie hielt ihn während des ganzen heftigen Höhepunkts fest umschlungen, ihre Hand verlangsamte sich zu sanften, ausstreichenden Bewegungen, bis er zitternd und erschöpft in ihren Armen lag.
„Da“, murmelte sie und küsste seine Schläfe. „Das war für ihren Anblick. Und für unser kleines Geheimnis.“
Kapitel 9
Die Sonne, die durch die großen Fenster strömte, schien das Zimmer mit der neuen Intimität der vergangenen Nacht aufzuladen. Michael und Nina saßen sich am Frühstückstisch gegenüber. Während er die Mango aufschnitt, hielt sein Blick einen Moment länger als nötig auf ihren Lippen, die sich um den Rand ihres Orangensaftglases schmiegten. Ein fast unsichtbares, verständnisvolles Lächeln glitt über ihr Gesicht, bevor sie die Augen senkte, aber nicht, um sich zu verstecken – eher, um die neue Wärme zwischen ihnen zu genießen.
Claudia, die Toast belegte, beobachtete sie mit einem verschmitzten, wissenden Funkeln in den Augen. „Ihr zwei seht heute Morgen aber gut erholt aus“, bemerkte sie scheinbar beiläufig. „Das warme Wasser hat wohl Wunder gewirkt.“
Nina errötete leicht, traf aber mutig Michaels Blick. „Es war… sehr entspannend“, sagte sie mit einer Stimme, die ruhig und klar klang.
„Um diese Entspannung fortzusetzen“, fuhr Claudia fort und stellte den Kaffeekannen auf den Tisch, „habe ich einen Vorschlag. Der Sportkomplex ist heute gut besucht. Wie wäre es, wenn wir dem ganzen Trubel entfliehen?“ Sie lehnte sich vor, ihre Hände auf die Tischplatte gestützt. „Ich kenne eine Bucht, etwa zwanzig Minuten mit dem Mietwagen entfernt. Absolut einsam, nur Felsen, weißer Sand und türkisfarbenes Wasser. Und da wir unter uns sind…“ Ihr Lächeln wurde breiter. „…könnten wir heute mal nackt schwimmen gehen. Was haltet ihr davon?“
Ein elektrischer Schlag durchfuhr die Luft. Michael spürte, wie sein Mund plötzlich trocken wurde. Der Vorschlag war so unverblümt, so natürlich ausgesprochen, dass er jeden Gedanken an Widerstand im Keim erstickte. Es war eine Einladung in eine andere Welt, in der die Regeln der Villa nur noch der Anfang gewesen waren.
Ninas Augen wurden groß. Sie sah zu Michael, dann zu ihrer Mutter. „Wirklich? Ganz… nackt?“
„Warum nicht?“, fragte Claudia mit einem leichten Schulterzucken. „Das Wasser, die Sonne… es fühlt sich befreiend an. Und wir vertrauen uns doch.“ Ihr Blick wanderte zu Michael. „Alex? Bist du dabei? Oder ist das dem Ironman-Mann zu exotisch?“
Michael schluckte. Das Bild, das in seinem Kopf entstand – drei nackte Körper, die im klaren, salzigen Wasser verschmolzen – ließ sein Blut schneller pumpen. „Ich… ja. Klingt perfekt.“ Seine Stimme war rauer als beabsichtigt.
Nina atmete hörbar aus. Ein Funke von Abenteuerlust blitzte in ihren blauen Augen auf, vermischt mit der vertrauten Schüchternheit. „Okay“, sagte sie leise, dann entschlossener. „Okay, lass uns das machen.“
„Ausgezeichnet!“, rief Claudia und klatschte in die Hände. „Packt Handtücher, Sonnencreme und viel Wasser ein. Wir fahren in einer Stunde.“ Sie warf Michael einen Blick zu, der alles sagte. Dies war kein Zufall. Es war der nächste, logische Schritt in ihrem vertrauten Tanz. Die einsame Bucht würde die Bühne sein, auf der die neue Intimität zwischen ihm und Nina unter freiem Himmel und in strahlendem Licht erkunden konnte – mit Claudias wachsamer, fördernder Anwesenheit als stillem Regisseur im Hintergrund.
Kapitel 10
Die Fahrt zur Bucht führte über eine holprige Schotterpiste, die zwischen schwarzen Lavafeldern endete. Der Weg hinunter zum Strand war ein schmaler Pfad zwischen Felsen. Unten angekommen, bot sich das erhoffte Bild: eine halbmondförmige Bucht aus feinem, weißem Sand, gesäumt von dunklen Klippen. Das Meer rauschte leise, und kein anderer Mensch war zu sehen.
„Hier sind wir“, sagte Claudia und breitete eine große Decke aus. „Absolut privat.“
Michael stellte den Korb ab und drehte sich um. „Das ist…“
Sein Satz erstarb, als er Nina sah. Ohne Zögern, fast mit einer entschlossenen Geste, die nichts von der Schüchternheit der vergangenen Nacht erahnen ließ, griff sie an den Saum ihres leichten Sommerkleides. Mit einer fließenden Bewegung zog sie es über den Kopf und ließ es auf den Sand fallen.
Sie stand da, nackt und golden im grellen Sonnenlicht. Ihr Körper, schlank und seidig, war vollkommen unbedeckt. Kein Streifen, kein Schatten von Unterwäsche.
Claudia sah hin, und ein breites, wissendes Grinsen erhellte ihr Gesicht. „Na, sieh an“, sagte sie mit sanfter Stimme. „Jemand hat die Hausaufgaben sehr wörtlich genommen. Nichts darunter, hm?“
Nina schaute ihre Mutter an, ihr Gesicht eine Mischung aus Trotz und leichter Verlegenheit. „Es wäre ja nur im Weg gewesen“, erwiderte sie, aber ihre Wangen färbten sich rosa.
„Direkt ins Wasser!“, rief Nina und machte eine Bewegung Richtung Meer.
„Nicht so schnell, Schatz“, unterbrach Claudia sie sanft, aber bestimmt. „Zuerst kommt der Sonnenschutz. Bei dieser Sonne verbrennst du in zehn Minuten.“ Sie griff in die Tasche und holte eine Flasche mit hohem Lichtschutzfaktor hervor. „Komm her.“
Nina gehorchte und stellte sich vor ihre Mutter. Michael, wie angewurzelt, beobachtete das Schauspiel, während er begann, sein Hemd auszuziehen. Sein Blick trank den Anblick in sich hölzernen Bewegungen.
„Arme hoch“, wies Claudia an. Sie gab eine großzügige Portion der weißen Lotion in ihre Handflächen und begann, sie mit sanftem, aber gründlichem Druck auf Ninas Schultern, ihren Nacken und ihren Rücken zu verteilen. Ihre Hände glitten über die zarte Haut, über die schmalen Schulterblätter, die Wirbelsäule hinab bis zur Pobacke. Jeder Zentimeter wurde bedacht eingecremt.
„Dreh dich um“, sagte Claudia. Nina drehte sich, nun Michael voll zugewandt. Ihre blauen Augen trafen seine, während die Hände ihrer Mutter über ihre Brüste strichen, die Creme sorgfältig um die jungen, rosigen Warzen verrieb, über ihren flachen Bauch und weiter hinab zu ihren Hüften und Oberschenkeln. Claudia kniete sich hin, um auch Ninas Schienbeine und Füße nicht zu vergessen. „Auch zwischen den Zehen kann man Sonnenbrand kriegen“, murmelte sie konzentriert.
Michael, nun selbst nur noch in seiner kurzen Hose, konnte den Blick nicht abwenden. Die Intimität der Prozedur war unglaublich erregend. Nina stand reglos da, atmete flach, aber ihr Blick auf ihn war klar und offen.
„So, fertig“, verkündete Claudia und klatschte leicht gegen Ninas Po. „Dein Zug, Alex. Schnell, sonst brennst du auch noch.“
Michael befreite sich von seiner letzten Bekleidung und nahm die Flasche entgegen. Während er sich hastig einrieb, konnte er spüren, wie ihre Blicke auf ihm ruhten. Die Luft schien vor Erwartung zu vibrieren.
„Und?“, fragte Claudia, nachdem auch Michael fertig war. Ihre Augen funkelten. „Worauf warten wir noch?“
Mit einem gemeinsamen Lachen, das die letzte Spannung zerbrach, rannten sie zu dritt dem Wasser entgegen. Die ersten Wellen, die ihre Beine umspülten, waren eiskalt und erfrischend. Sie stießen gegenseitig glucksende Rufe aus.
Nina tauchte unter und kam mit nassem, glänzendem Haar wieder hoch, direkt neben Michael. Eine Woge hob sie an, und ihr Körper streifte gegen seinen. Ihre Hand fand im Wasser seine Hüfte, eine kurze, feste Berührung.
„Fang mich!“, rief sie und schwamm davon.
Michael jagte ihr nach, und als er sie einholte, schlang er seine Arme von hinten um ihre Taille. Sie drehte sich in seiner Umarmung, ihr nasser Oberkörper presste sich gegen seinen. Ihr Lachen erstarb, als ihre Blicke sich trafen. Ihre Münder waren nur Zentimeter voneinander entfernt.
Aus dem Augenwinkel sah Michael Claudia. Sie stand bis zur Brust im Wasser, beobachtete sie mit einem stillen, zufriedenen Lächeln. Dann näherte sie sich, glitt mit einer geschmeidigen Bewegung hinter Michael. Ihre Hände legten sich auf seine nassen Schultern, ihre Finger massierten sanft die Muskeln.
„Das Wasser ist perfekt, oder?“, flüsterte Claudia nahe an seinem Ohr. Ihre Hände glitten an seinen Seiten hinab, streiften seine Hüften. Vor ihm spürte Michael Ninas Atem auf seiner Haut, ihre kleinen, festen Brüste gegen seine Brust. Ihre Hände erkundeten seinen Rücken, zogen langsam nach unten.
Es war ein verwirrendes, überwältigendes Gefühl von nasser Haut, sanften Händen und dem salzigen Geruch des Meeres. Die Wellen trugen sie, verbargen und enthüllten ihre Berührungen im türkisblauen Wasser. Kein Wort wurde mehr gesprochen. Nur das Rauschen des Ozeans und ihr gemeinsames, immer schnelleres Atmen füllten die stille Bucht.
Kapitel 11
„Ihr seht aus wie ein Seehund und sein Junges, die um die besten Fische streiten“, rief Claudia lachend vom flacheren Wasser aus. Sie lehnte sich gegen einen glatten Felsen und beobachtete, wie Michael Nina durch eine kleine Welle jagte, sie dann packte und sich beide lachend und planschend im Wasser überschlugen.
„Er ist schneller!“, keuchte Nina, als sie sich von ihm losriss und zu ihrer Mutter schwamm. Ihr Gesicht glühte vor Freude und Anstrengung. „Aber ich bin wendiger.“
„Das war schon immer so“, sagte Claudia und strich ihrer Tochter das nasse Haar aus der Stirn. Ihr Blick glitt über Michael, der sich mit kraftvollen Zügen näherte. „Er hat die Kraft, du die Eleganz. Eine gute Kombination.“
Michael tauchte neben ihnen auf, spuckte einen Wasserstrahl aus. „Sie lässt mich absichtlich gewinnen. Damit der alte Mann sein Ego behält.“
„Quatsch“, widersprach Nina sofort. Ihre Hand landete unter Wasser auf seinem Oberarm, eine feste, vertraute Berührung. „Du gewinnst fair. Meistens.“
Claudia grinste und ließ ihren Blick zwischen den beiden schweifen. Im Spiel wirkte es so natürlich, so unbeschwert – der ältere Freund, der mit dem fast erwachsenen Mädchen herumalberte. Fast wie Vater und Tochter. Aber dann glitt Ninas Hand von Michaels Arm zu seiner Schulter, blieb dort einen Moment zu lang liegen, während sie ihm in die Augen sah. Und Michaels Gegenberührung, als er sie zum Spaß unter Wasser zog, war kein Rüffeln, sondern ein zärtliches Umfangen ihrer Taille.
*Was wie Vater und Tochter, aber doch nicht ganz*, dachte Claudia und das vertraute, warme Grinsen breitete sich erneut auf ihrem Gesicht aus. Sie genoss diesen Tanz aus Vertrautheit und aufkeimender Begierde, den sie mit so leichter Hand orchestriert hatte.
„Ich hab Hunger“, verkündete Nina plötzlich und wandte sich dem Strand zu. „Das viele Schwimmen.“
„Du hast recht. Zeit für eine Stärkung“, stimmte Claudia zu und folgte ihr.
Auf der Decke ausgebreitet, aßen sie Brot, Käse und die süßen kanarischen Tomaten. Die Sonne trocknete ihre Haut zu einem angenehmen, leichten Salzkristallfilm.
„Weißt du noch, Alex“, begann Claudia nachdenklich, „wie Nina mit elf beim Vereinsfest immer auf deinen Schultern reiten wollte? Sie war so leicht wie eine Feder.“
Nina stöhnte verlegen. „Mama, bitte nicht.“
„Warum nicht? Es war süß. Und jetzt…“, Claudias Augen twinkelten, „…jetzt ist sie natürlich zu schwer dafür.“
Michael lächelte. „Ach, ich weiß nicht. Für einen kurzen Sprung ins Wasser vielleicht noch.“
Ninas Blick wurde herausfordernd. „Wirklich?“
„Klar. Aber nur, wenn du dich festhältst.“
Ohne weitere Aufforderung stand Nina auf und stellte sich hinter Michael, der sich ebenfalls erhob. Sie legte ihre Hände auf seine nassen Schultern, und mit einer flüssigen Bewegung, die von Jahren des Trainings kam, hievte er sie hoch. Ihre Beine schlangen sich um seine Hüften, ihre Arme um seinen Nacken. Ihr nasser Körper presste sich an seinen Rücken.
„Siehst du?“, sagte Michael, seine Stimme nur leicht angestrengt. „Immer noch federleicht.“
Er trug sie ein paar Schritte Richtung Wasser. Nina lachte, ein helles, unbeschwertes Geräusch, und lehnte ihren Kopf gegen seinen. Claudias Herz machte einen kleinen Satz. Es *war* ein Bild von Vater und Tochter. Aber die Art, wie Ninas Finger zärtlich über Michaels Brustkorb strichen, während sie sich festhielt, und wie Michael seine Hände unter ihren Oberschenkeln verhakte, um sie zu stützen, verriet eine andere, tiefergehende Intimität.
„Okay, okay, runter mit dir, bevor ihr beide umfallt“, rief Claudia und klatschte in die Hände, ihr Grinsen unübersehbar. „Sonst muss ich euch beide retten.“
Michael setzte Nina behutsam ab. Sie blieb einen Moment nah vor ihm stehen, atmete etwas schneller, ihre blauen Augen waren groß und klar.
„Danke für den Ritt“, flüsterte sie.
„Jederzeit“, antwortete er ebenso leise.
Claudia lehnte sich zurück und biss in eine Tomate. Der salzige Geschmack vermischte sich mit der süßen Säure. Sie hatte genau das bekommen, was sie wollte: einen perfekten, sonnendurchfluteten Nachmittag, an dem die Grenzen zwischen Vertrautheit und Verlangen immer durchlässiger wurden. Und das Lächeln auf ihrem Gesicht würde so schnell nicht verschwinden.
Kapitel 12
Das Spiel im seichten Wasser ging weiter. Michael hob Nina auf seine Schultern, und sie versuchte, ihn ins Gleichgewicht zu bringen, während er mit übertriebenen Schritten durch die Brandung stapfte. Bei jedem Schwanken, jedem Ausweichmanöver vor einer kleinen Welle, klammerte sie sich enger an ihn. Ihre nackten Oberschenkel pressten sich fest an seine Schläfen, ihre Hände gruben sich in seine Brust.
Und bei jeder dieser Berührungen, bei jedem Rutschen ihrer glatten Haut gegen seinen Nacken oder seine Schultern, spürte Michael, wie sein Körper unwillkürlich reagierte. Das vertraute, schwere Pochen begann zwischen seinen Beinen, ein eindeutiges Zeichen der Erregung, das sich trotz der Kühle des Meerwassers nicht verbergen ließ. Er versuchte, an etwas anderes zu denken – an Schwimmtechnik, an den Ironman, an alles –, aber es half nichts. Ninas Lachen in seinem Ohr, ihr vertrauter, sonniger Geruch und der unvermeidliche Druck ihrer Körper waren zu viel.
Nina bemerkte es natürlich. Beim nächsten Abwärtsrutschen von seiner Schulter, als Michael sie vorsichtig ins Wasser gleiten ließ, blieb ihr Blick einen Moment zu lang an seiner Taille hängen. Ein kurzes, intensives Starren, gefolgt von einer tiefen Röte, die sich über ihre Wangen und ihren Hals ausbreitete. Sie wandte sich schnell ab und planschte zurück zu ihrer Mutter, aber die Neugier in ihren Augen war unübersehbar gewesen.
Claudia, die das ganze Schauspiel vom trockenen Felsen aus beobachtet hatte, wo sie sich sonnte, ließ ein leises, wissendes Kichern hören. „Alles in Ordnung, ihr zwei?“, rief sie mit einer Stimme, die vor sanfter Belustigung vibrierte.
„Ja, ja“, rief Nina zurück, ihr Blick flackerte unsicher zwischen Michael und dem Wasser vor ihr hin und her.
Michael watete näher, bemüht, eine lockere Haltung zu bewahren, obwohl die aufkommende Erektion unter der Wasseroberfläche nun deutlich sichtbar war. Er setzte sich neben Claudia auf den warmen Felsen, hoffte, die Distanz würde helfen.
Es half nicht. Nina kam aus dem Wasser, Wassertropfen glitzerten auf ihrer schlanken, nackten Figur. Ihre Augen huschten erneut, wie magnetisch angezogen, zu Michaels Schoß, bevor sie sich hastig auf die Decke fallen ließ. Sie zog die Knie an ihre Brust und verbarg ihr Gesicht.
Claudia seufzte theatralisch, ein warmes, nachsichtiges Lächeln auf den Lippen. Sie streckte einen Arm aus und zog ihre Tochter sanft näher an sich. „Komm schon, Mäuschen. Es ist nichts, wofür man sich schämen müsste.“
Nina hob den Kopf, ihre blauen Augen waren weit aufgerissen und verlegen. „Ich hab’ nicht… ich wollte nicht starren.“
„Aber du hast es gesehen, oder?“, fragte Claudia direkt, doch ohne Anklage. Ihre Hand strich beruhigend über Ninas nassen Rücken.
Nina nickte fast unmerklich, ein winziges Nicken.
„Und das hat dich neugierig gemacht. Ist doch ganz normal.“ Claudias Blick traf nun Michael, ein stilles Einverständnis in ihrem Blick. „Der Körper von Michael reagiert auf Nähe. Auf Berührung. Auf dich. Das ist ein Kompliment, Nina. Ein völlig natürliches, körperliches Kompliment.“
Michael spürte, wie auch ihm heiß wurde. Claudias offene, fast klinische Art, die Situation zu erklären, war gleichzeitig entlastend und unglaublich erregend.
„Aber… es passiert so schnell“, hauchte Nina, ihr Blick wagte sich wieder zu Michael, diesmal länger, forschender.
„Ja“, sagte Claudia einfach. „Das tut es. Vor allem, wenn die Anziehung so deutlich ist wie zwischen euch beiden. Es ist wie ein Reflex. Du berührst ihn, ihr seid nah beieinander, und sein Körper sagt: ‚Ja. Das gefällt mir.‘“ Sie ließ ihre Worte einen Moment in der salzigen Luft hängen. „Und es ist völlig in Ordnung, das zu bemerken. Und es ist auch in Ordnung, wenn es dich anmacht, es zu sehen.“
Ninas Atem ging schneller. Sie sah von ihrer Mutter zu Michael, dessen Zustand sich unter ihrer direkten Aufmerksamkeit keineswegs besserte. Eine Mischung aus Scham, Neugier und etwas Neuem, Heißem glomm in ihrem Blick.
„Verstehst du?“, fragte Claudia leise und strich ihrer Tochter über die Wange.
Nina nickte wieder, diesmal fester. „Ja“, flüsterte sie. „Ich glaube schon.“
„Gut.“ Claudia lehnte sich zurück und breitete die Arme aus, um beide in ihren Blick zu nehmen – ihre verlegene, aufgewühlte Tochter und den Mann, dessen Körper so eindeutig für sie sprach. „Dann genießt doch einfach dieses Wissen. Das ist alles Teil davon, einander kennenzulernen.“
Kapitel 13
Ein leichter Wind zog über die Felsen, und eine Gänsehaut breitete sich auf Ninas nackter Haut aus. Sie rieb sich die Arme.
„Wir sollten langsam zurück“, sagte Claudia und stand auf, streckte sich mit einer anmutigen Bewegung. „Die Sonne verliert ihre Kraft.“ Sie griff nach dem großen, flauschigen Handtuch und schlug es locker um ihre Schultern. Dann nahm sie ein zweites, mintgrünes Handtuch und betrachtete Michael und Nina mit einem nachdenklichen Lächeln. „Alex, du bist völlig verdampft. Nina, Mäuschen, hilfst du Michael, trocken zu werden? Ich hole schon mal unsere Sachen zusammen.“
Die Anweisung hing einfach so in der Luft. Ninas Augen wurden groß, aber sie nickte, fast wie reflexartig. Sie nahm das ausgestreckte Handtuch von ihrer Mutter, ihre Finger schlossen sich um den weichen Stoff.
Michael wollte protestieren, dass er das selbst könne, aber die Worte kamen nicht über seine Lippen. Er stand auf, das Meerwasser lief in kühlen Rinnsalen an seinen Beinen hinab. Nina trat näher, das Handtuch wie ein Schutzschild vor sich haltend. Ihr Blick war gesenkt, auf seine Brust gerichtet.
„Ähm… okay“, flüsterte sie. Sie schlug das Tuch auf und hob es, um es über seine Schultern zu legen. Ihre Bewegungen waren schüchtern, zaghaft. Sie begann, seinen Rücken abzutupfen, die Berührung durch den Stoff so leicht, dass es ein Kitzeln war.
„Du kannst ruhig fester reiben“, sagte Michael, seine Stimme rauer als beabsichtigt. „Ich breche nicht zusammen.“
Ein kleines Lächeln flackerte über Ninas Lippen. „Okay.“ Sie erhöhte den Druck, rieb das Handtuch in kreisenden Bewegungen über seine Schulterblätter, den breiten Rücken hinunter. Durch den nassen Flanell spürte er die Wärme ihrer Handflächen, den festen Griff ihrer Finger.
Dann glitt das Handtuch zu seiner Vorderseite. Nina stand nun direkt vor ihm, konzentriert auf ihre Aufgabe. Sie trocknete seine Brust, seine Arme, wich dabei seinem Blick aus. Doch als das Handtuch seine Taille erreichte, stockte ihre Bewegung. Ihr Atem ging schneller. Sie stand vor der offensichtlichen Tatsache seiner immer noch vorhandenen Erregung, die sich unter dem nassen Stoff seiner nicht vorhandenen Badehose abzeichnete.
Eine lange, zögerliche Sekunde verging. Claudia war diskret mit dem Einsammeln der Decken beschäftigt, gab keinen Kommentar von sich.
Ninas Zunge feuchtete ihre Lippen an. Dann, mit einer Entschlossenheit, die Michael überraschte, schloss sie die Hand, die das Handtuch hielt, fester. Sie blickte auf, traf endlich seinen Blick. In ihren blauen Augen war eine Mischung aus Schüchternheit und neuem Mut.
„Und… hier?“, fragte sie leise, fast unhörbar. Ihre freie Hand, die sie bis dahin hilflos an ihrer Seite hatte hängen lassen, hob sich zögernd. Nicht um das Handtuch zu führen, sondern um direkt mit ihrer nackten Haut seine Hüfte zu berühren, knapp oberhalb der Wasserlinie seiner Shorts.
Ihre Finger waren kühl vom Meer, aber wo sie ihn berührten, hinterließen sie eine Spur brennender Wärme. Es war der erste bewusste, direkte Kontakt, der nicht durch Spiel oder Zufall entschuldigt war.
„Ja“, hauchte Michael, sein eigenes Atmen wurde schwer. „Genau hier.“
Angespornt durch seine Antwort, ließ Nina das Handtuch über seinen Unterbauch gleiten. Ihre linke Hand blieb auf seiner Haut, eine leichte, besitzergreifende Berührung, während ihre rechte mit dem Handtuch arbeitete. Der Stoff rieb über die empfindliche Stelle, der Druck war fest und doch sanft, ein rhythmisches Reiben, das alles andere als zufällig war.
Sie sah ihm dabei direkt in die Augen, als wollte sie jede kleine Veränderung in seinem Gesicht, jedes Zucken, jedes verhaltene Stöhnen einfangen. Ihre eigene Schüchternheit schien mit jeder Kreisbewegung zu schmelzen, ersetzt durch eine fokussierte, neugierige Intensität.
„So?“, fragte sie noch einmal, ihre Stimme jetzt fester.
„Genau so“, stieß Michael hervor. Seine Hand legte sich über ihre, die noch auf seiner Hüfte ruhte, nicht um sie wegzuziehen, sondern um sie dort zu halten. Ihre Haut unter seiner war weich und glatt, eine überwältigend intime Entdeckung.
Ein befriedigtes, kaum hörbares Ausatmen kam von wo Claudia stand. Sie hatte ihren Job beendet und lehnte nun gegen einen Felsen, die Arme verschränkt, ein stilles, zufriedenes Lächeln im Gesicht. Ihr Plan, die Brücke zwischen Neugier und Handeln zu schlagen, war mehr als aufgegangen. Nina lernte nicht nur Michaels Körper kennen, sie lernte, ihn zu berühren. Und Michael erlebte die zärtliche, forschende Berührung des Mädchens, das mehr und mehr zur Frau wurde, direkt und unverblümt unter dem wissenden Blick der Mutter, die es ermöglichte.
Kapitel 14
Ninas Bewegung mit dem Handtuch verlor jeden Anschein von Zufälligkeit. Die Kreise wurden enger, konzentrierter, während ihre freie Hand an seiner Hüfte verweilte, als suche sie Halt. Ihr Atem ging flach und schnell.
„Siehst du, Nina?“, flüsterte Claudia von ihrem Platz am Felsen. Ihre Stimme war ein sanfter, warmer Ton in der kühler werdenden Abendluft. „Wie sein Körper auf dich reagiert. Das ist nichts, wovor man Angst haben muss. Es ist… schön.“
Die Worte schienen Nina den letzten Rest von Unsicherheit zu nehmen. Ihre Blick senkte sich von Michaels Augen hinab, folgte der Spur des Handtuchs. Dann ließ sie den Stoff los. Er fiel schlaff auf den nassen Sand zu ihren Füßen.
Schüchtern, aber entschlossen, legte sie beide Hände flach auf seinen noch feuchten Bauch. Ihre Finger waren kühl, die Handflächen warm. „Ist das… okay so?“, fragte sie, ohne aufzusehen.
Michael konnte nur nicken, die Worte blieben in seiner Kehle stecken. Er legte seine Hände über ihre, führte sie nicht, erlaubte ihr nur zu spüren, dass sie willkommen war.
„Sag es ihr, Alex“, ermutigte Claudia leise. „Sag ihr, wie es sich anfühlt.“
„Es fühlt sich… gut an, Nina. Sehr gut“, brachte er hervor. Seine Stimme war belegt.
Angespornt glitten ihre Hände höher, tasteten die festen Konturen seiner Brustmuskeln ab, strichen über seine Brustwarzen. Ein leises, verwundertes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. „Du bist so warm hier. Und hart. Ganz anders als…“ Sie brach ab, ein erneutes Erröten überzog ihre Wangen.
„Als deiner?“, half Claudia ein, ohne eine Spur von Geringschätzung in der Stimme. „Natürlich. Das ist der Unterschied. Und es ist in Ordnung, das zu erkunden. Genau so.“
Nina nickte, als bestätige sie eine innere Erkenntnis. Ihre Hände wanderten wieder nach unten, umkreisten seinen Nabel, und dann – in einem Akt ungeheurer Kühnheit – senkten sich ihre Fingerspitzen zur elastischen Oberkante seiner nassen Shorts. Sie berührten den Stoff, der darunter spannte, und zuckten nicht zurück.
„Das ist wegen mir, oder?“, flüsterte sie.
„Ja“, hauchte Michael. „Ganz allein wegen dir.“
„Dann…“ Sie holte tief Luft. Ihre Daumen hakteten sich unter den Bund. „Darf ich sehen?“
Ein elektrischer Schlag durchfuhr Michael. Er warf einen Blick zu Claudia, die ihm ein ruhiges, zustimmendes Nicken gab. Es war eine Erlaubnis, eine Einladung und eine Grenzüberschreitung in einem.
„Wenn du willst“, sagte er.
Die Daumen zogen den nassen Stoff langsam, Zentimeter für Zentimeter, nach unten. Das Geräusch des dehnbaren Materials mischte sich mit dem Rauschen des Meeres. Nina kniete sich nun vor ihm hin, ihr Blick war völlig auf die Enthüllung fokussiert, voller ehrfürchtiger Neugier, nicht von Lust getrübt, sondern von dem reinen Wunsch zu verstehen.
Die letzten Zentimeter gaben ihn frei. Nina erstarrte für einen Moment, ihr Atem stockte. Dann flüsterte sie, fast andächtig: „Oh.“
„Nichts davon muss dir Angst machen, Mäuschen“, sagte Claudia und trat leise näher. Sie legte eine Hand auf Ninas Schulter. „Es ist nur ein Körper. Sein Körper. Und er vertraut dir damit.“
„Er ist… schön“, sagte Nina überrascht, ihre Angst schien zu schmelzen. Zaghaft streckte sie eine Hand aus und berührte ihn mit den Fingerspitzen, eine so leichte, forschende Berührung, dass Michael ein Zittern nicht unterdrücken konnte.
„Das ist die natürliche Reaktion“, erklärte Claudia, während sie beide beobachtete. „Gib dich dem Moment hin. Beide. Spürt einfach.“
Kapitel 15
Ninas Finger verweilten noch einen Moment auf seiner Haut, die Berührung war so leicht wie ein Schmetterlingsflügel, aber ihr Feuer brannte sich in Michael ein. Dann zog sie ihre Hand sanft zurück, als löse sie sich aus einem Traum. Ein tiefes, zufriedenes Ausatmen hob ihren nackten Brustkorb.
„Okay“, sagte sie leise, mehr zu sich selbst als zu ihm. Ohne Eile, aber auch ohne die vorherige Schüchternheit, drehte sie sich um und ging mit federnden Schritten über den weichen Sand zum Wagen. Ihr Rücken war eine schlanke, sonnengeküsste Linie, die Muskeln ihres Pos spielten mit jeder Bewegung. Sie bückte sich, griff nach dem hellen Sommerkleid, das über der Rückbank lag, und schlüpfte mit einer anmutigen Drehung hinein. Der Stoff fiel sanft über ihre Hüften und Brüste und verbarg, was Michael noch Sekunden zuvor so intim gesehen hatte.
Dann, bevor sie die Autotür öffnete, drehte sie sich noch einmal um. Ihr Blick glitt über ihn hinab, zu der Stelle, an der sein Begehren noch immer unverhohlen und steif in der kühlen Abendluft stand. Ein freches, wissendes Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus, ein Ausdruck, der keck und unschuldig zugleich war. Ihre blauen Augen blitzten ihn an, bevor sie sich wortlos ins Auto setzte und die Tür schloss.
Michael stand regungslos da, der Wind kühlte die feuchten Stellen auf seiner Haut. Die Stille war erdrückend und elektrisch zugleich. Claudia löste sich von ihrem Platz am Felsen und trat zu ihm. Sie nahm das zweite Handtuch und begann, ihn mit denselben, gründlichen Bewegungen abzutrocknen, die ihre Tochter zuvor angewandt hatte.
„Sie hat es sehr genossen“, sagte Claudia mit einer ruhigen, tiefen Stimme, während ihre Hände über seine Schultern strichen. „Das Grinsen sagt alles. Sie fühlt sich mächtig. Und das ist gut.“
Michael konnte nur nicken. Seine Gedanken wirbelten.
„Zieh dich an, Alex“, forderte sie sanft und drückte ihm seine Shorts in die Hand. „Die Rückfahrt wird interessant.“
Die Fahrt zur Villa war von einer gespannten, fast atemlosen Stille erfüllt. Nina saß auf dem Beifahrersitz und schaute aus dem Fenster auf die vorbeiziehende, dunkle Vulkanlandschaft, die vom Scheinwerferlicht skizziert wurde. Ihr Lächeln war verschwunden, ersetzt durch eine nachdenkliche Konzentration. Im Rückspiegel fing Michael ab und zu ihren Blick auf, wie sie ihn ansah, nicht schüchtern, sondern forschend, als versuche sie, das eben Erlebte in ihrem Kopf zu sortieren.
Claudia, am Steuer, brach das Schweigen. Ihre Stimme war weich und führte sie durch die Nacht. „Das war ein großer Schritt, ihr beiden. Und ich bin so stolz auf euch.“ Sie wartete einen Moment. „Nina? Wie fühlst du dich?“
Nina drehte langsam den Kopf. „Komisch“, antwortete sie ehrlich. „Aber ein gutes Komisch. Als hätte ich ein Geheimnis erfahren. Etwas, das nur wir drei wissen.“
„Und Michael?“, fragte Claudia weiter, ihre Augen trafen seine im Spiegel. „War es zu viel?“
„Nein“, sagte er sofort, seine Stimme klang rau. „Es war… perfekt. Ich bin nur… überwältigt.“
„Das ist der Sinn“, flüsterte Claudia, und ein warmes Lächeln lag auf ihren Lippen. „Überwältigt zu sein. Die Kontrolle abzugeben. Zu vertrauen.“
Sie bogen in die Auffahrt der Villa ein. Das Licht über der Terrassentür warf einen warmen, goldenen Schein auf den Kies. Claudia stellte den Motor ab. In der plötzlichen Stille war nur das leise Knacken der sich abkühlenden Motorhaube zu hören.
Nina öffnete ihre Tür und stieg aus. Ohne ein weiteres Wort ging sie zur Haustür, schloss auf und verschwand im dunklen Flur. Claudia und Michael blieben einen Moment im Auto sitzen.
„Sie geht, um nachzudenken. Um es für sich einzuordnen“, sagte Claudia und legte eine Hand auf Michaels Arm. „Und du? Möchtest du, dass ich heute Nacht bei dir bleibe? Nur um zu reden. Oder… um mehr zu hören, von dem, was du für meine Tochter empfindest.“
Ihre Frage hing im Dunkeln, ein Angebot ohne Druck, voller versteckter Versprechungen. Die Spannung des Abends war nicht verflogen; sie hatte sich nur gewandelt, war gereift und wartete jetzt in der Stille der Villa darauf, welche Form sie als Nächstes annehmen würde.